In der aktuellen Ausgabe der Zeltgeflüster geht es auf den Roverseiten um „Digital Detox – Einfach mal abschalten!“. Wir vom Bundesarbeitskreis der Roverstufe haben euch dort ein paar Ideen genannt, wie ihr bewusster digital unterwegs sein und „digital entgiften“ könnt.

Natürlich haben wir das auch selbst ausprobiert und wollen hier unsere Erfahrungen mit euch teilen. Habt ihr auch etwas von den Tipps ausprobiert oder weitere Ideen und Vorschläge? Schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Blogbeitrag.

Push-Nachrichten deaktivieren

Ein Tag ohne Push-Nachrichten ist erstmal ungewohnt. Beim routinierten Blick auf das Smartphonedisplay erscheinen keine bunten Symbole und Texte, sondern immer nur mein frei gewählter Hintergrund. Irgendwie beruhigend. Mit der Zeit werden die Blicke aufs Display auch seltener. Dann die Mittagspause, eine von mir definierte “Nachrichtenzeit” und es ist schön viele Nachrichten aus dem Freundeskreis, von Kolleg*innen und Familie direkt am Stück zu lesen. Insgesamt war ich während der Arbeitszeit vorher doch fokussierter und nicht durch Eingriffe von außen per Nachricht immer wieder abgelenkt. Außerdem ist es ruhiger in der Umgebung, wenn nicht ständig das Display aufleuchtet oder gar das Handy “plingt”. Das ist auf jeden Fall empfehlenswert und wiederholungswürdig!

Eva

Wald baden

„Waldbaden“. Schonmal gehört? Ich hab auch etwas komisch geschaut, als ich das Wort das erste Mal gehört habe. Waldbaden hat nichts mit Bäume kuscheln zu tun -wobei das auch mal lustig wäre- Der Gedanke ist vielmehr, bewusst die Natur wahrzunehmen. Also einfach mal ohne Smartphone und Musik nach draußen in die Natur. Es muss nicht immer gleich eine riesige Wanderung sein und wenn du keinen Wald in der Nähe hast, tut es auch ein Park, ein Feld oder ein Garten. Aber mal ganz ehrlich, wann bist du das letzte Mal in die Natur gegangen, hast mal die Augen geschlossen, tief durchgeatmet und einfach mal aufgesaugt, was um dich herum so zwitschert, raschelt und plätschert. Ich finde es gibt nichts Schöneres. Man macht es nur so selten.

Maren

Einen Wecker kaufen

Ich merke wie ich im letzten Jahr immer mehr im Internet versinke. Tagsüber vor dem Bildschirm und danach am Handy. Klar ich möchte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben, mich Informieren und mehr oder weniger spannende Videos schauen. Aber die Youtube-Pyschologen haben sich das schon schlau ausgedacht und aus einem Video werden 2 Stunde. Was tun? Ich habe mir einen Wecker gekauft und das Ladekabel aus meinem Schlafzimmer verbannt. Es hilft mir das Handy vor dem Schlafzimmer abzugeben und nicht mehr vor dem Schlafen auf den Bildschirm zu schauen. Außerdem hilft es mir am Morgen nicht sofort Nachrichten zu checken und erst später auf das Handy zu schauen. Fühlt sich gut an.

Johannes

Smartphonefrei Orte und/oder Zeiten definieren

Ich lese wieder Bücher! Wenn ich mich an einem freien Abend auf meine Couch fallen lasse, lege ich das Handy zur Seite und nehme mir bewusst Zeit für ein Buch. So viel Buch habe ich lange nicht gelesen. Oder gehe am Wochenende bewusst spazieren und habe kein Smartphone dabei. Zeit kriegt wieder einen Wert. Für diesen Moment bestimme ich die Regeln und nicht mein Smartphone. Ich fokussiere mich auf das hier und jetzt und lenke meine Aufmerksamkeit bewusst.

Jona

Telefonieren statt schreiben!

So viel Zeit verbringt man gezwungenermaßen vor dem Bildschirm. Bei der Arbeit und für die Uni und zunehmend in der Freizeit, zum Beispiel in Zoom-Meetings für die Yogastunde. Ich habe in letzter Zeit vor allem grundlegende Funktionen meines Handys genutzt und öfter mal Freunde einfach angerufen, so ganz ohne Vorwarnungsnachricht – wie früher. Mit Kopfhörern und einem Spaziergang verbunden schenkt man sich so bildschirmfreie Zeit und Nähe mit Freunden. Zugegeben, Telefonieren ist kein lupenreiner Digital Detox, schließlich hat man sein Handy dabei, aber irgendwie in Kontakt bleiben will man ja!

Elli

Karte und Kompass anstatt der GPS-App!

Wer von uns ist nicht gerne draußen unterwegs, egal ob für eine Mehrtagestour, einen Hajk oder eine Tageswanderung? Heutzutage gehört das Smartphone mit einer GPS- und Karten-App zur Standardausrüstung. Selbst für kurze Wege in einer fremden Stadt nutzen wir diese immer selbstverständlicher. Doch warum nicht Karte und Kompass bei der Wanderung oder einen Stadtplan beim nächsten Städtetrip nutzen? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich anschließend viel besser vor Ort auskenne und erinnern kann, wo eigentlich was war. Auch bin ich viel aufmerksamer und entdecke Orte, die mir sonst verborgen geblieben wären. Und als positiver Nebeneffekt: Der Akku von meinem Handy hält viel länger.
Natürlich hat das ganze auch ein paar Nachteile. Nicht immer nimmt man den schellsten oder direkten Weg oder man verläuft sich zwischendurch. Mit einem schweren Rücksack auf dem Rücken kann das echt nervig sein. Aber die besten Geschichten sind am Ende doch immer die Geschichten von den Erlebnissen, wo nicht alles glatt gelaufen ist und geklappt hat, man die Herausforderungen aber doch noch gemeistert hat.

Jonas

Du hast Blut geleckt und willst noch mehr Tipps für den Digital Detox? In einem zweiten Artikel haben wir noch mehr Ideen für euch gesammelt (Link).