Jonas Limbrock

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Gesucht: Junge Ideen, um den Klimawandel zu begegnen!

Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC, United Nations Framework Convention on Climate Change) hat einen Wettbewerb ausgerufen, der die besten, innovativen Ideen von jungen Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren sucht, wie den Auswirkungen des Klimawandel entgegnet werden kann.

In Teams von drei bis fünf Personen sollen möglichst konkrete Lösungsvorschläge für eine klimapolitische Herausforderung erarbeitet werden. Ausgangspunkt sind wirklichkeitsnahe Szenarien und aktuelle Problemstellungen. Wie kann eine nachhaltige Stadt gestaltet werden? Wie können Regierungen Anpassungen in Ökosystemen in der Landwirtschaft vorantreiben? Welche technischen Lösungen können die Konzentration an klimaschädlichen Gasen stabilisieren – und wie kann deren Entwicklung beschleunigt werden? Wie können lokale Maßnahmen zu Klimaanpassungen, aktuell angesichts der Sars-CoV-2 Pandemie, finanziert werden?

Die Arbeit des UNFCCC-Sekretariats wird seit 2016 durch den sog. Technischen Prüfungsprozess (TEP) unterstützt, das regelmäßig in Expert*innentreffen mögliche Antworten diskutiert. In dieser Runde, dem Technical Expert Meeting on Adaption, können die Teilnehmer*innen des Wettbewerbs zunächst virtuell Platz nehmen!

Die Gewinnergruppe wird im Winter 2021 zur Klimakonferenz COP26 nach Glasgow eingeladen und kann vor Ort die Verhandlungen zur globalen Klimapolitik miterleben.

Eure Vorschläge könnt Ihr bis 15. September 2020 einreichen.

Alle Informationen zum Wettbewerb findet Ihr unterhttp://tep-a.org/casecompetition/

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Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung – Auch oder gerade in Zeiten von Corona

“Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung”, so lautet einer der Schwerpunkte, die wir vor einiger Zeit für die Roverstufe festgelegt haben. Das sind große Worte und da stecken sehr viele unterschiedliche Aspekte drin. In einem Blogbeitrag haben wir zum Beispiel die Frage aufgeworfen: “Welche Arten von Verantwortung gibt es eigentlich?”.

Jetzt, in Zeiten von Corona (oder korrekterweise der COVID-19- Pandemie), können wir ganz konkret Verantwortung übernehmen. Verantwortung für uns aber auch gegenüber anderen. Dabei gibt es eine Reihe von Tipps, Vorschlägen und Aufrufen, wie man sich verhalten soll und welche Regeln nun zu beachten sind. Es geht um das Einhalten von Abstand, die Minimierung sozialer Kontakte oder der korrekten und regelmäßigen Handhygiene. Mittlerweile kennt ihr diese sicherlich (hier der Aufruf der DPSG Bundesleitung zum verantwortungsvollen Handeln (Link)).

Und obwohl wir jungen Menschen das alles gelesen haben und das alles wissen, fällt es uns doch schwer, entsprechend zu handeln. Es ist ja auch verlockend. Die Schule fällt aus, vieles hat geschlossen und das erste Frühlingswetter lockt in die Sonne. Jetzt mit Freund*innen im Park treffen, die Zeit genießen und das beste aus der Situation machen.

Doch das wiederspricht genau den vorgegebenen Verhaltensregeln. Abstandhalten? Keine Freunde mehr treffen? Naja, wir gehören ja nicht zur Risikogruppe, also wird uns schon nichts passieren. Oder zumindest nichts Schlimmes. Doch das stimmt so nicht. Junge Menschen mit Vorerkrankungen oder chronischen Erkrankungen gehören genauso zur Risikogruppe. Und auch wir sind Überträger des Virus. Gemeinsame Treffen im Park oder zu Hause sind die perfekten Orte, an denen Viren sich weiter verbreiten können und dann durch jeden von uns in die eigenen sozialen und familiären Umfelder weitergetragen werden. Nicht ohne Grund gibt es diese Verhaltesvorgaben.

Und ein Blick nach Italien oder Frankreich zeigen, was passiert, wenn wir uns nicht freiwillig an diese Regeln halten. Dort gibt es Ausgangssperren. Die Bundesregierung hat angekündigt, dass sie dieses Wochenende genau beobachten und dann ggf. Entsprechend reagieren will. Einige Bundesländer, wie Bayern, oder einzelne Gemeinden haben bereits verschärfte Regeln und Ausgangsbegrenzungen ausgesprochen (Stand 21.03.2020).

Jetzt kommt es also auf uns an, auf die jungen Menschen. Auch wir müssen unseren Alltag anpassen. Auch wir müssen unsere Gewohnheiten ändern. Und auch wir müssen Einschränkungen in Kauf nehmen. Wenn es um unsere eigenen Bedürfnisse und um unsere Zukunft geht, fordern ja auch wir, dass andere Generationen ihren Lebensstil ändern und anpassen. Dies ist zumindest einer der großen Forderungen von Fridays for Future an die Generation unserer Eltern. Und jetzt sind wir gefragt. Jetzt kommt es auf uns an. Lasst auch uns Verantwortung übernehmen.

Und wer noch mehr tun will, der kann aktiv Hilfe anbieten. Es gibt verschiedene online Plattformen zur Nachbarschaftshilfe. Oder du kannst einfach unseren Vordruck (Link) ausfüllen und in der Nachbarschaft aushängen, in Briefkästen einwerfen oder anders verteilen. In manchen Regionen suchen wohl auch Gesundheitsämter nach Freiwilligen (Link). Aber wo auch immer ihr helfen wollt, immer dran denken: Schütze dich selbst, schütze andere und halte Abstand! Und: Wenn du noch nicht volljährig bist: Kläre ab, ob du auch helfen darfst und hole dir das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten.

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Als Leitung Verantwortung übernehmen

Als Leiterin oder Leiter trägst du selbstverständlich auch Verantwortung in vielfältiger Art und Weise. Die folgenden sechs praktischen Grundsätze sollen dir eine Grundlage für dein Leitungshandeln geben.

1. Beginne bei dir selbst!

Gib mit deinem Führungsstil ein gutes Beispiel ab. Damit motivierst du deine Runde, Verantwortung zu übernehmen. Denke z. B. an die Dinge, die du aufgeschoben hast, in der Hoffnung, dass ein anderer sie erledigt und erledige sie selbst. Ehrliche Führung folgt dem Grundsatz „auf Worte, Taten folgen lassen“. 

2. Zeige Wege auf

Leiterinnen und Leiter führen eine Gruppe! Wenn du deine Roverinnen und Rover fragst, welche Mittel sie benötigen und wie sie ihre Ziele erreichen wollen, kannst du herausfinden, was sie tatsächlich motiviert. Deine Aufgabe als Leitung ist es, die Fertigkeiten und Fähigkeiten deiner Runde zu fördern. Wenn die Roverinnen und Rover sich motiviert fühlen, werden sie auch Verantwortung übernehmen.

3. Fördere große Herausforderungen

Gruppenzusammenhalt hat viel mit Motivation zu tun. Du musst es schaffen, dass deine Runde Herausforderungen sucht und die Roverstufe als Ort versteht, etwas umsetzen zu können. Nur so kannst du die Lust auf Erfolg und auf das Erreichen von Zielen wecken. Habe dabei immer auch jede und jeden einzelnen aus der Roverrunde im Blick und fördere die individuellen Begabungen und Fertigkeiten.

4. Helfe klare Ziele zu definieren

Als Leiterin und Leiter gibst du die Ziele für die Runde nicht vor, sondern du hilfst deiner Gruppe dabei, für sich selbst zu erarbeiten was sie gemeinsam mittel- und langfristig erreichen möchten. Achte dabei darauf, dass die Entscheidungen mit allen getroffen und möglichst alle Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Ziele müssen anspruchsvoll, realistisch und erreichbar sein, sonst werden sie der Runde die Motivation nehmen.

5. Fordere Verantwortungsgefühl ein

Um die Runde dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen, musst du die einzelnen Aufgaben eines Projektes deiner Runde kennen. Habe im Blick wann einzelne Arbeitsschritte abgeschlossen sein sollen, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird, wie die Umsetzung erfolgt, etc.

Helfe deiner Gruppe Transparenz bei einem Projekt herzustellen und stelle sicher, dass alle zu Wort kommen und der Beitrag zum Projekterfolg von jeder Roverin und jedem Rover transparent wird. Das steigert die Eigenverantwortlichkeit der Gruppe und wird dadurch langfristig die Motivation steigern.

6. Gebe ausreichend Feedback

Als Leiterin oder Leiter musst du bereit sein, der Runde zu verschiedenen Zeitpunkte Feedback zu geben. Eine Rückmeldung, egal ob sie positiv oder kritisch ist, baut vertrauen auf und motiviert Roverinnen und Rover nachhaltig. Versuche dabei immer Vertrauen in das Können deiner Gruppe zu signalisieren. Beschreibe deine Beobachtungen dabei möglichst konkret und wertschätzend. 

Niemand kann zeitlebens ein Vorbild sein. Gerade mal zu bestimmten Zeiten und vielleicht auch nur angesichts bestimmter Herausforderungen sei man dazu in der Lage.

Helmut Schmidt

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner, Foto: Ralf Adloff

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Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung

Die Sache mit der Verantwortung ist nicht so einfach! Manchmal hast du sie und willst sie nicht, manchmal willst du sie, bekommst sie aber nicht. Verantwortung hat deshalb auch eine ganze Menge mit Motivation zu tun.

Mit der Neufassung der Stufenschwerpunkte sollte dem wichtigen Thema „Verantwortung“ ein bedeutender Platz eingeräumt werden. Auch wenn der Rover Stufenkonferenz bewusst war, dass das Thema nicht ganz einfach ist. Doch man kam zu der Überzeugung, dass Roverinnen und Rover in der Roverzeit die Möglichkeit haben sollten, die Freiheit der Entscheidungen zu lernen und zu leben.

Verantwortung in der Roverrunde

Während der Roverzeit verändert sich viel. Jugendliche bekommen mehr Freiraum, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Gleichzeitig wachsen aber auch die Erwartungen, die an Roverinnen und Rover gestellt werden. Verantwortung zu tragen ist die Verpflichtung, bestimmte Aufgaben zu übernehmen und sich dafür einzusetzen, dass sie bestmöglich umgesetzt werden.

Die Fähigkeit zur Verantwortung ist in jedem Menschen angelegt. Die Entwicklung dieses Potenzials ist jedoch abhängig von den Erfahrungen, die du in deiner kulturellen und sozialen Umwelt machst. Verantwortung ist lernbar und auf Lernen angewiesen.

Die wichtigsten Bereiche, in denen Roverrunden Verantwortung übernehmen sollen, sind:

„Eigenverantwortung“,
„Verantwortung in der Gruppe“ und
„Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft“.

Eigenverantwortung

Wenn du eigenverantwortlich bist, dann übernimmst du für dein eigenes Handeln und deine selbst getroffenen Entscheidungen Verantwortung. Das heißt, die daraus folgenden Konsequenzen werden akzeptiert. Es werden keine „Schuldigen“ gesucht. Außerdem bedeutet dies auch, Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.

Verantwortung für sich selbst umfasst dabei folgende Aspekte:

  • Auf die eigene körperliche und mentale Gesundheit zu achten;
  • Ziele und Wünsche zu haben und sie erreichen zu wollen;
  • Eigene Leistungsgrenzen zu erkennen und zu respektieren.

Wenn du es schafft, diese Aspekte ausgewogen im Blick zu haben legt du eine wesentliche Grundlage, um psychisch widerstandsfähig (resilient) zu werden und zu bleiben.

Verantwortung in der Gruppe

Je umfangreicher die Aufgaben werden, desto häufiger ist es notwendig Verantwortlichkeiten für die jeweilige Situation zu klären. Der Leitung fällt dabei die Aufgabe zu, die Verantwortungsübernahme zu begleiten. Und wo es notwendig ist, muss sie Transparenz herstellen. Dabei gilt es zwischen der Person und dem Bereich wofür Verantwortung übernommen wird zu unterscheiden. Es ist sinnvoll, dass du dich mit deinen Roverinnen und Rovern darüber unterhältst, wie viel Verantwortung sie tragen wollen und können. Mit wachsender Freiheit und Selbständigkeit erweitern sich die Bereiche für die Verantwortung übernehmen werden muss und darf. Sie stellen somit das Spiegelbild der persönlichen Verantwortung dar.

Als Leiterin oder Leiter übernimmst du oft die Aufgabe der Moderatorin oder des Moderators. Du versuchst sicherzustellen, dass die Verantwortung weder eine Unter- noch eine Überforderung wird. Deine Aufgabe ist es, bei Überforderung schützend einzugreifen (z.B. Anforderungen aus der Leiterrunde). Dabei sollst du aber nicht den Raum für persönliche Verantwortung einschränken.

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft

Papst Franziskus stellt in der Enzyklika „Laudato Si“ die Verantwortung anderen Menschen und der Umwelt gegenüber in den Mittelpunkt. Sein Ziel ist ein weltweiter Dialog, um Lösungen für die Zukunft des Planeten zu finden. Papst Franziskus formuliert ethische Überlegungen, die sich ausdrücklich auch an andersgläubige oder nicht gläubige Menschen richten.

Für den Umgang mit der Umwelt sind die Folgen für den Menschen maßgeblich. Dass dabei alle Menschen gleichermaßen einbezogen werden, ist eine Frage der Gerechtigkeit. Zum einen müssen die Bedürfnisse aller heute lebenden Menschen berücksichtigt werden, zum anderen die der zukünftigen Generationen. Wer handelt, ist in der Verantwortung, die Folgen seines Handelns dahingehend zu prüfen. Dieser Gedankengang lässt sich auf unseren Umgang miteinander, also auch auf unsere gesellschaftliche Verantwortung übertragen.

Die allermeisten Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zur Umwelt. Im Alltag spiegelt sich jedoch oft nicht in Verhaltensänderungen. Dies hängt mit den individuellen Möglichkeiten zusammen, mit gesellschaftlichen Konventionen und fehlender Eigeninitiative. Ein wichtiger Faktor für notwendige Verhaltensänderungen ist die moralische Wertschätzung durch andere.

Diese Anerkennung für die notwendigen Verhaltensänderungen können Roverinnen und Rover in ihrer Runde und durch dich erfahren. Gruppenstunden und Aktionen bieten eine gute Möglichkeit, das eigene Verhalten zu hinterfragen und Handlungsalternativen auszuprobieren. Konkret kannst du z. B. anregen, dass die Runde sich mit dem Speiseplan beim Lager auseinandersetzt oder ihr überprüft gemeinsam die Möglichkeiten, den eigenen CO2-Fußabdruckes zu kompensieren.

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner

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Das war die Rover-BuKo 2019

Gruppenbild aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Helferinnen und Helfer der Rover-BuKo 2019.

Am vergangenen Wochenende hat im Jugendhaus Maria Einsiedel in Gernsheim, DV Mainz, die Bundeskonferenz 2019 der Roverstufe getagt. Aus ganz Deutschland sind über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angereist, um gemeinsam auf das letzte Rover-Jahr zurückzublicken und über aktuelle Themen zu beraten.

Neues zum Roverbundesunternehmen

Es haben der Bundesarbeitskreis (BAK), die Arbeitsgruppe zum Roverbundesunternehmen (RBU), die Rover-Delegierten zur Bundesversammlung und der Bundesvorstand von ihrer Arbeit berichtet. In zwei Studienteilen ging es zum einen um neue Ausbildungsangebote für Leiterinnen und Leiter in der Roverstufe sowie zum anderen um das RBU. Dabei wurde unter anderem die neue Projekthomepage (www.bundesunternehmen.rover.de) gelauncht und nach einer intensiven Debatte entschieden, dass es dezentrale Cafés und Kneipen, aber eine zentrale Verpflegung auf dem RBU geben soll.

Ausblick auf das neue Rover-Jahr

Im Rahmen der Konferenz gab es dann noch einen Austausch zum neuen WBK-Konzept. Außerdem wurden die Delegierten und Ersatzdelegierten für die nächste Bundesversammlung gewählt. Beschlossen wurden die Arbeitsschwerpunkte des Bundesarbeitskreises für das nächste Jahr:
 – Ausbildung,
– Leitungshandbuch,
– PiW und RBU.
Zusätzlich konnten die nächsten Rover-WBKs vergeben werden. Die Rover-BuKo 2021 wird vom Diözesanverband Hildesheim ausgerichtet werden.

Das gab es auch noch

Besonders freut es uns, dass im Rahmen der Konferenz Johannes Muselmann in den Rover-BAK berufen wurde.

Der Rover-Diözesanarbeitskreis aus Mainz hat für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt. Am Samstagabend hat die Band BADSEN den Konferenzteilnehmern ordentlich eingeheizt.

Wir schauen auf eine durch und durch gelungene Rover-BuKo zurück und bedanken uns ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Beitrag zum vollen Erfolg des letzten Wochenendes.

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