Archives: Rover-Alltag

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Internationale Agora 2022

Vom 20.-24. April 2022 wird die Agora 2022, eine Internationale Veranstaltung für Rover*innen (und andere Mitglieder unseres Verbands) bis 24 Jahren stattfinden.

Die offizielle Ankündigung

The Agora is an educational tool that uses the Scout Method to reach the educational objectives for the Rover age section and that has a special emphasis on youth empowerment. What makes an Agora so special is that it is an event run “for Rovers, by Rovers”. As a result, the event looks at issues that are of importance and relevant to young people in our society today.

The Agora aims to be a meeting place in which dreams, feelings, concerns, experiences, ideas and paths cross together, are connected and shared; a crossroad that would be a source of inspiration and energy. It is a place where the fundamentals of Scouting are present in a way that is attractive to young people today. It is a place for debate and sharing as well as teaching and learning from one another. And most importantly, an Agora is about getting new motivation and direction to one’s path as a rover. For more information: raulm@scout.org.

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Geld für ein Projekt mit deiner Runde!

Du hast eine Idee, wie die ihr etwas gegen Folgen der Corona-Krise mit einem Projekt unternehmen könnt? Ob beispielsweise eine Informationskampagne zur mentaler Gesundheit, kostenlose Nachhilfeangebote aufgrund der Schulunterbrechung, ein Social Media Training oder eine Veranstaltung zu Jugendbeteiligung – euren Vorschlägen sind keine Grenzen gesetzt.

Bis zu 4100€ für euer Projekt

Ihr könnt euch auf finanzielle Förderung für euer Projekt bewerben! Dabei könnte ihr 410€, 1200€, 2500€ oder sogar 4100€ durch die „Global Youth Mobilisation“ erhalten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltorganisation der Pfadfinder*innenbewegung (WOSM) ermutigt junge Menschen zur Umsetzung lokaler Projekte, um die negativen Folgen der Pandemie für junge Menschen abzufangen. Ihr seid gefragt und die Bewerbung ist gar nicht kompliziert: Füllt ein Formular aus, stellt einen kleines Budget über benötigtes Geld auf, dreht ein kurzes Erklärvideo zu eurer Kampagne und gebt eine*n Leiter*in als Referenz an.

Weitere Infos zur Bewerbung

Mehr Informationen zur Ausschreibung findet ihr zusammengefasst auf Deutsch hier (Link). Die offizielle Website (Link) erklärt alles zum Bewerbungsprozess und unter welchen Voraussetzungen eure Idee gefördert werden kann. Bei Fragen oder wenn ihr Unterstützung für die Bewerbung benötigt, meldet euch gerne unter international@dpsg.de.

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Digital Detox – Unsere Erfahrungen

In der aktuellen Ausgabe der Zeltgeflüster geht es auf den Roverseiten um „Digital Detox – Einfach mal abschalten!“. Wir vom Bundesarbeitskreis der Roverstufe haben euch dort ein paar Ideen genannt, wie ihr bewusster digital unterwegs sein und „digital entgiften“ könnt.

Natürlich haben wir das auch selbst ausprobiert und wollen hier unsere Erfahrungen mit euch teilen. Habt ihr auch etwas von den Tipps ausprobiert oder weitere Ideen und Vorschläge? Schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Blogbeitrag.

Push-Nachrichten deaktivieren

Ein Tag ohne Push-Nachrichten ist erstmal ungewohnt. Beim routinierten Blick auf das Smartphonedisplay erscheinen keine bunten Symbole und Texte, sondern immer nur mein frei gewählter Hintergrund. Irgendwie beruhigend. Mit der Zeit werden die Blicke aufs Display auch seltener. Dann die Mittagspause, eine von mir definierte “Nachrichtenzeit” und es ist schön viele Nachrichten aus dem Freundeskreis, von Kolleg*innen und Familie direkt am Stück zu lesen. Insgesamt war ich während der Arbeitszeit vorher doch fokussierter und nicht durch Eingriffe von außen per Nachricht immer wieder abgelenkt. Außerdem ist es ruhiger in der Umgebung, wenn nicht ständig das Display aufleuchtet oder gar das Handy “plingt”. Das ist auf jeden Fall empfehlenswert und wiederholungswürdig!

Eva

Wald baden

„Waldbaden“. Schonmal gehört? Ich hab auch etwas komisch geschaut, als ich das Wort das erste Mal gehört habe. Waldbaden hat nichts mit Bäume kuscheln zu tun -wobei das auch mal lustig wäre- Der Gedanke ist vielmehr, bewusst die Natur wahrzunehmen. Also einfach mal ohne Smartphone und Musik nach draußen in die Natur. Es muss nicht immer gleich eine riesige Wanderung sein und wenn du keinen Wald in der Nähe hast, tut es auch ein Park, ein Feld oder ein Garten. Aber mal ganz ehrlich, wann bist du das letzte Mal in die Natur gegangen, hast mal die Augen geschlossen, tief durchgeatmet und einfach mal aufgesaugt, was um dich herum so zwitschert, raschelt und plätschert. Ich finde es gibt nichts Schöneres. Man macht es nur so selten.

Maren

Einen Wecker kaufen

Ich merke wie ich im letzten Jahr immer mehr im Internet versinke. Tagsüber vor dem Bildschirm und danach am Handy. Klar ich möchte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben, mich Informieren und mehr oder weniger spannende Videos schauen. Aber die Youtube-Pyschologen haben sich das schon schlau ausgedacht und aus einem Video werden 2 Stunde. Was tun? Ich habe mir einen Wecker gekauft und das Ladekabel aus meinem Schlafzimmer verbannt. Es hilft mir das Handy vor dem Schlafzimmer abzugeben und nicht mehr vor dem Schlafen auf den Bildschirm zu schauen. Außerdem hilft es mir am Morgen nicht sofort Nachrichten zu checken und erst später auf das Handy zu schauen. Fühlt sich gut an.

Johannes

Smartphonefrei Orte und/oder Zeiten definieren

Ich lese wieder Bücher! Wenn ich mich an einem freien Abend auf meine Couch fallen lasse, lege ich das Handy zur Seite und nehme mir bewusst Zeit für ein Buch. So viel Buch habe ich lange nicht gelesen. Oder gehe am Wochenende bewusst spazieren und habe kein Smartphone dabei. Zeit kriegt wieder einen Wert. Für diesen Moment bestimme ich die Regeln und nicht mein Smartphone. Ich fokussiere mich auf das hier und jetzt und lenke meine Aufmerksamkeit bewusst.

Jona

Telefonieren statt schreiben!

So viel Zeit verbringt man gezwungenermaßen vor dem Bildschirm. Bei der Arbeit und für die Uni und zunehmend in der Freizeit, zum Beispiel in Zoom-Meetings für die Yogastunde. Ich habe in letzter Zeit vor allem grundlegende Funktionen meines Handys genutzt und öfter mal Freunde einfach angerufen, so ganz ohne Vorwarnungsnachricht – wie früher. Mit Kopfhörern und einem Spaziergang verbunden schenkt man sich so bildschirmfreie Zeit und Nähe mit Freunden. Zugegeben, Telefonieren ist kein lupenreiner Digital Detox, schließlich hat man sein Handy dabei, aber irgendwie in Kontakt bleiben will man ja!

Elli

Karte und Kompass anstatt der GPS-App!

Wer von uns ist nicht gerne draußen unterwegs, egal ob für eine Mehrtagestour, einen Hajk oder eine Tageswanderung? Heutzutage gehört das Smartphone mit einer GPS- und Karten-App zur Standardausrüstung. Selbst für kurze Wege in einer fremden Stadt nutzen wir diese immer selbstverständlicher. Doch warum nicht Karte und Kompass bei der Wanderung oder einen Stadtplan beim nächsten Städtetrip nutzen? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich anschließend viel besser vor Ort auskenne und erinnern kann, wo eigentlich was war. Auch bin ich viel aufmerksamer und entdecke Orte, die mir sonst verborgen geblieben wären. Und als positiver Nebeneffekt: Der Akku von meinem Handy hält viel länger.
Natürlich hat das ganze auch ein paar Nachteile. Nicht immer nimmt man den schellsten oder direkten Weg oder man verläuft sich zwischendurch. Mit einem schweren Rücksack auf dem Rücken kann das echt nervig sein. Aber die besten Geschichten sind am Ende doch immer die Geschichten von den Erlebnissen, wo nicht alles glatt gelaufen ist und geklappt hat, man die Herausforderungen aber doch noch gemeistert hat.

Jonas

Du hast Blut geleckt und willst noch mehr Tipps für den Digital Detox? In einem zweiten Artikel haben wir noch mehr Ideen für euch gesammelt (Link).

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Digital Detox 2.0

In der aktuellen Zeltgeflüster findest du die Digital Detox Tipps des Bundesarbeitskreises der Roverstufe. Solltest du dort keinen passenden Tipp gefunden haben oder gerne noch weitere bekommen wollen, haben wir dir hier noch einige zusammengestellt, die es nicht in die Zeitschrift geschafft haben. Viel Spaß beim Ausprobieren! Lasst uns gerne einen Kommentar da, wenn ihr diese (oder auch die Tipps aus der Zeltgeflüster) getestet habt oder vielleicht sogar weitere Tipps für die Roverwelt zum digitalen Entgiften habt.

Smartphone-App, die die Anzeige auf schwarz-weiß stellt. So macht das Surfen im Internet oder der Zeitvertreib in Social Media weniger Spaß.

Ein gutes Buch lesen. Ist das Buch spannend genug, gibt es kein Bedürfnis mehr nach Social Media und Serienkonsum.

Andere Beschäftigung suchen, als am Smartphone zu daddeln. Zum Beispiel: Gesellschaftsspiele, Puzzle, Kreuzworträtsel/Sudoku, Stricken/Nähen

Smartphone entrümpeln, d.h. nicht (mehr) benötigte oder genutzte Apps löschen, v.a. “Zeitfresser”, die unnötig sind.

Zeit tracken, die man am Handy hängt – entweder per eigener Funktion des Betriebssystems dafür oder per App. Selbsterkenntnis ist bekanntlich der beste Weg zur Besserung und es kann echt überraschen, wieviel Zeit da am Tag/in der Woche zusammenkommt.

Umfeld mit einbeziehen und mit Freunden oder Familie zusammen den Smartphone Konsum reduzieren. Macht eure eigene Challenge daraus!

Peinliche Smartphonehülle zulegen, damit man es in der Öffentlichkeit weniger oft rausholt und nur bei wirklicher Dringlichkeit offen liegen lässt.

Welche persönlichen Erfahrungen wir vom Rover-BAK in den letzten Monaten gemacht haben, könnt ihr dann im nächsten Blogbeitrag lesen.

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Osterimpulse – von euch – für euch!

Es ist so weit, Ostern 2021 steht vor der Tür, die Fastenzeit hat begonnen, ein ruhiger Fasching/Fastnacht/Fasnet/Karneval ist vorbei. Auch wenn wir Ostern 2021 nicht, wie geplant, gemeinsam beim rovervoco feiern können, sind wir doch in ganz Deutschland “dabei”, beim Rover-Blog-Oster-Event “von Rovern für Rover”!

Ihr habt richtig Lust etwas beizutragen, braucht aber noch mehr Infos? Du würdest dich gerne beteiligen, weißt aber noch nicht so recht, wie? Dann gibt es hier eine kurze Erklärung, wie ihr das am besten macht.

Überlegt für welche(n) Tag(e) ihr etwas beisteuern wollt. Gründonnerstag? Karfreitag? Karsamstag? Ostersonntag? Wenn ihr auf Anhieb keine Idee habt, du noch auf eine Eingebung wartest oder ihr etwas mehr Hintergrundinformation zu den Tagen benötigt, schau(t) gerne in unsere Ostern-Erklär-Datei.

Ihr habt euch entschieden oder hattet eh schon klar vor Augen, was es werden soll? Super!
Erstellt einen Text, sammelt passende Bilder, schneidet ein Video, nehmt Audiodateien auf oder was auch immer euch einfällt, setzt es um! Wenn ihr nicht sicher seid, ob das technisch funktioniert oder ihr sonstige Fragen habt, meldet euch gerne bei uns unter inhalt.rovervoco@dpsg.de! Wir werden unser Möglichstes tun, all eure Ideen umzusetzen!

Wir freuen uns riesig auf all eure Beiträge bis zum 28.03.2021 an inhalt.rovervoco@dpsg.de! Je nachdem wie viele wir bekommen, werden wir evtl. nur die Passendsten dann hier auf dem Blog veröffentlichen und den Rest für nächstes Jahr beim rovervoco aufsparen. Als Sahnehäubchen verlosen wir noch einen tollen voco-Preis, unter allen Beiträgen die uns erreichen.

Wir wünschen euch mega viel Spaß beim Erstellen! Gut Pfad und lasst es euch gut gehen,

Euer rovervoco Spiri Team

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Gesucht: Junge Ideen, um den Klimawandel zu begegnen!

Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC, United Nations Framework Convention on Climate Change) hat einen Wettbewerb ausgerufen, der die besten, innovativen Ideen von jungen Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren sucht, wie den Auswirkungen des Klimawandel entgegnet werden kann.

In Teams von drei bis fünf Personen sollen möglichst konkrete Lösungsvorschläge für eine klimapolitische Herausforderung erarbeitet werden. Ausgangspunkt sind wirklichkeitsnahe Szenarien und aktuelle Problemstellungen. Wie kann eine nachhaltige Stadt gestaltet werden? Wie können Regierungen Anpassungen in Ökosystemen in der Landwirtschaft vorantreiben? Welche technischen Lösungen können die Konzentration an klimaschädlichen Gasen stabilisieren – und wie kann deren Entwicklung beschleunigt werden? Wie können lokale Maßnahmen zu Klimaanpassungen, aktuell angesichts der Sars-CoV-2 Pandemie, finanziert werden?

Die Arbeit des UNFCCC-Sekretariats wird seit 2016 durch den sog. Technischen Prüfungsprozess (TEP) unterstützt, das regelmäßig in Expert*innentreffen mögliche Antworten diskutiert. In dieser Runde, dem Technical Expert Meeting on Adaption, können die Teilnehmer*innen des Wettbewerbs zunächst virtuell Platz nehmen!

Die Gewinnergruppe wird im Winter 2021 zur Klimakonferenz COP26 nach Glasgow eingeladen und kann vor Ort die Verhandlungen zur globalen Klimapolitik miterleben.

Eure Vorschläge könnt Ihr bis 15. September 2020 einreichen.

Alle Informationen zum Wettbewerb findet Ihr unterhttp://tep-a.org/casecompetition/

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Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung – Auch oder gerade in Zeiten von Corona

“Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung”, so lautet einer der Schwerpunkte, die wir vor einiger Zeit für die Roverstufe festgelegt haben. Das sind große Worte und da stecken sehr viele unterschiedliche Aspekte drin. In einem Blogbeitrag haben wir zum Beispiel die Frage aufgeworfen: “Welche Arten von Verantwortung gibt es eigentlich?”.

Jetzt, in Zeiten von Corona (oder korrekterweise der COVID-19- Pandemie), können wir ganz konkret Verantwortung übernehmen. Verantwortung für uns aber auch gegenüber anderen. Dabei gibt es eine Reihe von Tipps, Vorschlägen und Aufrufen, wie man sich verhalten soll und welche Regeln nun zu beachten sind. Es geht um das Einhalten von Abstand, die Minimierung sozialer Kontakte oder der korrekten und regelmäßigen Handhygiene. Mittlerweile kennt ihr diese sicherlich (hier der Aufruf der DPSG Bundesleitung zum verantwortungsvollen Handeln (Link)).

Und obwohl wir jungen Menschen das alles gelesen haben und das alles wissen, fällt es uns doch schwer, entsprechend zu handeln. Es ist ja auch verlockend. Die Schule fällt aus, vieles hat geschlossen und das erste Frühlingswetter lockt in die Sonne. Jetzt mit Freund*innen im Park treffen, die Zeit genießen und das beste aus der Situation machen.

Doch das wiederspricht genau den vorgegebenen Verhaltensregeln. Abstandhalten? Keine Freunde mehr treffen? Naja, wir gehören ja nicht zur Risikogruppe, also wird uns schon nichts passieren. Oder zumindest nichts Schlimmes. Doch das stimmt so nicht. Junge Menschen mit Vorerkrankungen oder chronischen Erkrankungen gehören genauso zur Risikogruppe. Und auch wir sind Überträger des Virus. Gemeinsame Treffen im Park oder zu Hause sind die perfekten Orte, an denen Viren sich weiter verbreiten können und dann durch jeden von uns in die eigenen sozialen und familiären Umfelder weitergetragen werden. Nicht ohne Grund gibt es diese Verhaltesvorgaben.

Und ein Blick nach Italien oder Frankreich zeigen, was passiert, wenn wir uns nicht freiwillig an diese Regeln halten. Dort gibt es Ausgangssperren. Die Bundesregierung hat angekündigt, dass sie dieses Wochenende genau beobachten und dann ggf. Entsprechend reagieren will. Einige Bundesländer, wie Bayern, oder einzelne Gemeinden haben bereits verschärfte Regeln und Ausgangsbegrenzungen ausgesprochen (Stand 21.03.2020).

Jetzt kommt es also auf uns an, auf die jungen Menschen. Auch wir müssen unseren Alltag anpassen. Auch wir müssen unsere Gewohnheiten ändern. Und auch wir müssen Einschränkungen in Kauf nehmen. Wenn es um unsere eigenen Bedürfnisse und um unsere Zukunft geht, fordern ja auch wir, dass andere Generationen ihren Lebensstil ändern und anpassen. Dies ist zumindest einer der großen Forderungen von Fridays for Future an die Generation unserer Eltern. Und jetzt sind wir gefragt. Jetzt kommt es auf uns an. Lasst auch uns Verantwortung übernehmen.

Und wer noch mehr tun will, der kann aktiv Hilfe anbieten. Es gibt verschiedene online Plattformen zur Nachbarschaftshilfe. Oder du kannst einfach unseren Vordruck (Link) ausfüllen und in der Nachbarschaft aushängen, in Briefkästen einwerfen oder anders verteilen. In manchen Regionen suchen wohl auch Gesundheitsämter nach Freiwilligen (Link). Aber wo auch immer ihr helfen wollt, immer dran denken: Schütze dich selbst, schütze andere und halte Abstand! Und: Wenn du noch nicht volljährig bist: Kläre ab, ob du auch helfen darfst und hole dir das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten.

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Als Leitung Verantwortung übernehmen

Als Leiterin oder Leiter trägst du selbstverständlich auch Verantwortung in vielfältiger Art und Weise. Die folgenden sechs praktischen Grundsätze sollen dir eine Grundlage für dein Leitungshandeln geben.

1. Beginne bei dir selbst!

Gib mit deinem Führungsstil ein gutes Beispiel ab. Damit motivierst du deine Runde, Verantwortung zu übernehmen. Denke z. B. an die Dinge, die du aufgeschoben hast, in der Hoffnung, dass ein anderer sie erledigt und erledige sie selbst. Ehrliche Führung folgt dem Grundsatz „auf Worte, Taten folgen lassen“. 

2. Zeige Wege auf

Leiterinnen und Leiter führen eine Gruppe! Wenn du deine Roverinnen und Rover fragst, welche Mittel sie benötigen und wie sie ihre Ziele erreichen wollen, kannst du herausfinden, was sie tatsächlich motiviert. Deine Aufgabe als Leitung ist es, die Fertigkeiten und Fähigkeiten deiner Runde zu fördern. Wenn die Roverinnen und Rover sich motiviert fühlen, werden sie auch Verantwortung übernehmen.

3. Fördere große Herausforderungen

Gruppenzusammenhalt hat viel mit Motivation zu tun. Du musst es schaffen, dass deine Runde Herausforderungen sucht und die Roverstufe als Ort versteht, etwas umsetzen zu können. Nur so kannst du die Lust auf Erfolg und auf das Erreichen von Zielen wecken. Habe dabei immer auch jede und jeden einzelnen aus der Roverrunde im Blick und fördere die individuellen Begabungen und Fertigkeiten.

4. Helfe klare Ziele zu definieren

Als Leiterin und Leiter gibst du die Ziele für die Runde nicht vor, sondern du hilfst deiner Gruppe dabei, für sich selbst zu erarbeiten was sie gemeinsam mittel- und langfristig erreichen möchten. Achte dabei darauf, dass die Entscheidungen mit allen getroffen und möglichst alle Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Ziele müssen anspruchsvoll, realistisch und erreichbar sein, sonst werden sie der Runde die Motivation nehmen.

5. Fordere Verantwortungsgefühl ein

Um die Runde dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen, musst du die einzelnen Aufgaben eines Projektes deiner Runde kennen. Habe im Blick wann einzelne Arbeitsschritte abgeschlossen sein sollen, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird, wie die Umsetzung erfolgt, etc.

Helfe deiner Gruppe Transparenz bei einem Projekt herzustellen und stelle sicher, dass alle zu Wort kommen und der Beitrag zum Projekterfolg von jeder Roverin und jedem Rover transparent wird. Das steigert die Eigenverantwortlichkeit der Gruppe und wird dadurch langfristig die Motivation steigern.

6. Gebe ausreichend Feedback

Als Leiterin oder Leiter musst du bereit sein, der Runde zu verschiedenen Zeitpunkte Feedback zu geben. Eine Rückmeldung, egal ob sie positiv oder kritisch ist, baut vertrauen auf und motiviert Roverinnen und Rover nachhaltig. Versuche dabei immer Vertrauen in das Können deiner Gruppe zu signalisieren. Beschreibe deine Beobachtungen dabei möglichst konkret und wertschätzend. 

Niemand kann zeitlebens ein Vorbild sein. Gerade mal zu bestimmten Zeiten und vielleicht auch nur angesichts bestimmter Herausforderungen sei man dazu in der Lage.

Helmut Schmidt

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner, Foto: Ralf Adloff

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Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung

Die Sache mit der Verantwortung ist nicht so einfach! Manchmal hast du sie und willst sie nicht, manchmal willst du sie, bekommst sie aber nicht. Verantwortung hat deshalb auch eine ganze Menge mit Motivation zu tun.

Mit der Neufassung der Stufenschwerpunkte sollte dem wichtigen Thema „Verantwortung“ ein bedeutender Platz eingeräumt werden. Auch wenn der Rover Stufenkonferenz bewusst war, dass das Thema nicht ganz einfach ist. Doch man kam zu der Überzeugung, dass Roverinnen und Rover in der Roverzeit die Möglichkeit haben sollten, die Freiheit der Entscheidungen zu lernen und zu leben.

Verantwortung in der Roverrunde

Während der Roverzeit verändert sich viel. Jugendliche bekommen mehr Freiraum, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Gleichzeitig wachsen aber auch die Erwartungen, die an Roverinnen und Rover gestellt werden. Verantwortung zu tragen ist die Verpflichtung, bestimmte Aufgaben zu übernehmen und sich dafür einzusetzen, dass sie bestmöglich umgesetzt werden.

Die Fähigkeit zur Verantwortung ist in jedem Menschen angelegt. Die Entwicklung dieses Potenzials ist jedoch abhängig von den Erfahrungen, die du in deiner kulturellen und sozialen Umwelt machst. Verantwortung ist lernbar und auf Lernen angewiesen.

Die wichtigsten Bereiche, in denen Roverrunden Verantwortung übernehmen sollen, sind:

„Eigenverantwortung“,
„Verantwortung in der Gruppe“ und
„Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft“.

Eigenverantwortung

Wenn du eigenverantwortlich bist, dann übernimmst du für dein eigenes Handeln und deine selbst getroffenen Entscheidungen Verantwortung. Das heißt, die daraus folgenden Konsequenzen werden akzeptiert. Es werden keine „Schuldigen“ gesucht. Außerdem bedeutet dies auch, Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.

Verantwortung für sich selbst umfasst dabei folgende Aspekte:

  • Auf die eigene körperliche und mentale Gesundheit zu achten;
  • Ziele und Wünsche zu haben und sie erreichen zu wollen;
  • Eigene Leistungsgrenzen zu erkennen und zu respektieren.

Wenn du es schafft, diese Aspekte ausgewogen im Blick zu haben legt du eine wesentliche Grundlage, um psychisch widerstandsfähig (resilient) zu werden und zu bleiben.

Verantwortung in der Gruppe

Je umfangreicher die Aufgaben werden, desto häufiger ist es notwendig Verantwortlichkeiten für die jeweilige Situation zu klären. Der Leitung fällt dabei die Aufgabe zu, die Verantwortungsübernahme zu begleiten. Und wo es notwendig ist, muss sie Transparenz herstellen. Dabei gilt es zwischen der Person und dem Bereich wofür Verantwortung übernommen wird zu unterscheiden. Es ist sinnvoll, dass du dich mit deinen Roverinnen und Rovern darüber unterhältst, wie viel Verantwortung sie tragen wollen und können. Mit wachsender Freiheit und Selbständigkeit erweitern sich die Bereiche für die Verantwortung übernehmen werden muss und darf. Sie stellen somit das Spiegelbild der persönlichen Verantwortung dar.

Als Leiterin oder Leiter übernimmst du oft die Aufgabe der Moderatorin oder des Moderators. Du versuchst sicherzustellen, dass die Verantwortung weder eine Unter- noch eine Überforderung wird. Deine Aufgabe ist es, bei Überforderung schützend einzugreifen (z.B. Anforderungen aus der Leiterrunde). Dabei sollst du aber nicht den Raum für persönliche Verantwortung einschränken.

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft

Papst Franziskus stellt in der Enzyklika „Laudato Si“ die Verantwortung anderen Menschen und der Umwelt gegenüber in den Mittelpunkt. Sein Ziel ist ein weltweiter Dialog, um Lösungen für die Zukunft des Planeten zu finden. Papst Franziskus formuliert ethische Überlegungen, die sich ausdrücklich auch an andersgläubige oder nicht gläubige Menschen richten.

Für den Umgang mit der Umwelt sind die Folgen für den Menschen maßgeblich. Dass dabei alle Menschen gleichermaßen einbezogen werden, ist eine Frage der Gerechtigkeit. Zum einen müssen die Bedürfnisse aller heute lebenden Menschen berücksichtigt werden, zum anderen die der zukünftigen Generationen. Wer handelt, ist in der Verantwortung, die Folgen seines Handelns dahingehend zu prüfen. Dieser Gedankengang lässt sich auf unseren Umgang miteinander, also auch auf unsere gesellschaftliche Verantwortung übertragen.

Die allermeisten Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zur Umwelt. Im Alltag spiegelt sich jedoch oft nicht in Verhaltensänderungen. Dies hängt mit den individuellen Möglichkeiten zusammen, mit gesellschaftlichen Konventionen und fehlender Eigeninitiative. Ein wichtiger Faktor für notwendige Verhaltensänderungen ist die moralische Wertschätzung durch andere.

Diese Anerkennung für die notwendigen Verhaltensänderungen können Roverinnen und Rover in ihrer Runde und durch dich erfahren. Gruppenstunden und Aktionen bieten eine gute Möglichkeit, das eigene Verhalten zu hinterfragen und Handlungsalternativen auszuprobieren. Konkret kannst du z. B. anregen, dass die Runde sich mit dem Speiseplan beim Lager auseinandersetzt oder ihr überprüft gemeinsam die Möglichkeiten, den eigenen CO2-Fußabdruckes zu kompensieren.

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner

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Die Europawahl – wer, wie, was, warum?

Am 26. Mai ist es wieder soweit: dann finden in der ganzen EU zum gleichen Zeitpunkt Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Dann bist du gefragt! Denn du kannst nur alle fünf Jahre wählen und damit entscheiden, wer die Interessen von Deutschland im Europäischen Parlament vertritt! Das EU-Parlament ist das einzige direkt demokratisch gewählte Organ in der Europäischen Union. Indem ihr „eure“ Abgeordneten ins Parlament wählt, könnt ihr sicherstellen, dass dort auch eure Interessen vertreten werden.

Doch wie sieht das Parlament eigentlich aus?

Momentan sitzen 751 Abgeordnete im EU-Parlament, davon sind 96 aus Deutschland. Die Abgeordneten schließen sich zu Fraktionen mit ähnlich politischer Orientierung zusammen, wie zum Beispiel die Fraktion der Europäischen Volkspartei (evp), die Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) oder die Fraktion der Grünen/Europäische freie Allianz (Grüne/EFA). Momentan gibt es acht Fraktionen, in denen insgesamt 177 nationale Parteien vertreten sind. Außerdem gibt es noch 24 Abgeordnete, die „fraktionslos“ sind, das heißt, dass sie sich keiner Fraktion angeschlossen haben.

Wie funktioniert die Wahl?

Die Europawahl findet vom 23. bis 26. Mai 2019 in allen Mitgliedsstaaten der EU statt. Wir in Deutschland wählen am 26. Mai 2019. Die einzelnen Mitgliedsstaaten dürfen die Wahl nach ihren nationalen Wahlsystemen durchführen. In Deutschland hat deshalb jede Partei, die Abgeordnete ins Europäische Parlament schicken will, eine Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten erstellt. Du hast genau eine Stimme, die du einer Partei und deren Kandidatinnen und Kandidaten geben kannst! Je nachdem wie viele Stimmen diese Partei insgesamt bekommen hat, können anteilig so viel Abgeordnete ins EU-Parlament einziehen. Momentan sind folgende deutsche Parteien durch Mitglieder im EU-Parlament vertreten: CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, CSU, FDP, AfD, Freie Wähler, Piratenpartei, NPD, ÖDP, Die PARTEI Liberal-Konservative Reformer, Die Blaue Partei, Bündnis C. Fünf deutsche Abgeordnete sind unabhängig. Auch wenn du noch keine 18 Jahre alt bist, kannst du bei den U18-Wahlen am 17. Mai 2019 deine Stimme symbolisch abgeben und den Politikerinnen und Politikern somit zeigen, für welche Themen du brennst! Wenn du noch nicht sicher bist, welche Partei du wählen möchtest, dann schau dir doch einmal den Wahl-O-Mat (hier klicken) der Bundeszentrale für Poltische Bildung an. Dort kannst du die Ansichten der Deutschen Parteien mit deinen Vergleichen und herausfinden, welche dir am besten gefällt!

Lasst uns die Welt ein Stückchen besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben und bei den Wahlen zeigen, dass wir für ein offenes und tolerantes Europa stehen und Europa mitgestalten, so dass es so wird, wie wir es uns wünschen!

Text: Eva-Maria Kuntz, Mitglied im Bundesarbeitskreis Internationale Gerechtigkeit und Team der Jahresaktion 2017 „Be a Star“

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