Archives: Rover-Alltag

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Als Leitung Verantwortung übernehmen

Als Leiterin oder Leiter trägst du selbstverständlich auch Verantwortung in vielfältiger Art und Weise. Die folgenden sechs praktischen Grundsätze sollen dir eine Grundlage für dein Leitungshandeln geben.

1. Beginne bei dir selbst!

Gib mit deinem Führungsstil ein gutes Beispiel ab. Damit motivierst du deine Runde, Verantwortung zu übernehmen. Denke z. B. an die Dinge, die du aufgeschoben hast, in der Hoffnung, dass ein anderer sie erledigt und erledige sie selbst. Ehrliche Führung folgt dem Grundsatz „auf Worte, Taten folgen lassen“. 

2. Zeige Wege auf

Leiterinnen und Leiter führen eine Gruppe! Wenn du deine Roverinnen und Rover fragst, welche Mittel sie benötigen und wie sie ihre Ziele erreichen wollen, kannst du herausfinden, was sie tatsächlich motiviert. Deine Aufgabe als Leitung ist es, die Fertigkeiten und Fähigkeiten deiner Runde zu fördern. Wenn die Roverinnen und Rover sich motiviert fühlen, werden sie auch Verantwortung übernehmen.

3. Fördere große Herausforderungen

Gruppenzusammenhalt hat viel mit Motivation zu tun. Du musst es schaffen, dass deine Runde Herausforderungen sucht und die Roverstufe als Ort versteht, etwas umsetzen zu können. Nur so kannst du die Lust auf Erfolg und auf das Erreichen von Zielen wecken. Habe dabei immer auch jede und jeden einzelnen aus der Roverrunde im Blick und fördere die individuellen Begabungen und Fertigkeiten.

4. Helfe klare Ziele zu definieren

Als Leiterin und Leiter gibst du die Ziele für die Runde nicht vor, sondern du hilfst deiner Gruppe dabei, für sich selbst zu erarbeiten was sie gemeinsam mittel- und langfristig erreichen möchten. Achte dabei darauf, dass die Entscheidungen mit allen getroffen und möglichst alle Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Ziele müssen anspruchsvoll, realistisch und erreichbar sein, sonst werden sie der Runde die Motivation nehmen.

5. Fordere Verantwortungsgefühl ein

Um die Runde dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen, musst du die einzelnen Aufgaben eines Projektes deiner Runde kennen. Habe im Blick wann einzelne Arbeitsschritte abgeschlossen sein sollen, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird, wie die Umsetzung erfolgt, etc.

Helfe deiner Gruppe Transparenz bei einem Projekt herzustellen und stelle sicher, dass alle zu Wort kommen und der Beitrag zum Projekterfolg von jeder Roverin und jedem Rover transparent wird. Das steigert die Eigenverantwortlichkeit der Gruppe und wird dadurch langfristig die Motivation steigern.

6. Gebe ausreichend Feedback

Als Leiterin oder Leiter musst du bereit sein, der Runde zu verschiedenen Zeitpunkte Feedback zu geben. Eine Rückmeldung, egal ob sie positiv oder kritisch ist, baut vertrauen auf und motiviert Roverinnen und Rover nachhaltig. Versuche dabei immer Vertrauen in das Können deiner Gruppe zu signalisieren. Beschreibe deine Beobachtungen dabei möglichst konkret und wertschätzend. 

Niemand kann zeitlebens ein Vorbild sein. Gerade mal zu bestimmten Zeiten und vielleicht auch nur angesichts bestimmter Herausforderungen sei man dazu in der Lage.

Helmut Schmidt

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner, Foto: Ralf Adloff

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Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung

Die Sache mit der Verantwortung ist nicht so einfach! Manchmal hast du sie und willst sie nicht, manchmal willst du sie, bekommst sie aber nicht. Verantwortung hat deshalb auch eine ganze Menge mit Motivation zu tun.

Mit der Neufassung der Stufenschwerpunkte sollte dem wichtigen Thema „Verantwortung“ ein bedeutender Platz eingeräumt werden. Auch wenn der Rover Stufenkonferenz bewusst war, dass das Thema nicht ganz einfach ist. Doch man kam zu der Überzeugung, dass Roverinnen und Rover in der Roverzeit die Möglichkeit haben sollten, die Freiheit der Entscheidungen zu lernen und zu leben.

Verantwortung in der Roverrunde

Während der Roverzeit verändert sich viel. Jugendliche bekommen mehr Freiraum, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Gleichzeitig wachsen aber auch die Erwartungen, die an Roverinnen und Rover gestellt werden. Verantwortung zu tragen ist die Verpflichtung, bestimmte Aufgaben zu übernehmen und sich dafür einzusetzen, dass sie bestmöglich umgesetzt werden.

Die Fähigkeit zur Verantwortung ist in jedem Menschen angelegt. Die Entwicklung dieses Potenzials ist jedoch abhängig von den Erfahrungen, die du in deiner kulturellen und sozialen Umwelt machst. Verantwortung ist lernbar und auf Lernen angewiesen.

Die wichtigsten Bereiche, in denen Roverrunden Verantwortung übernehmen sollen, sind:

„Eigenverantwortung“,
„Verantwortung in der Gruppe“ und
„Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft“.

Eigenverantwortung

Wenn du eigenverantwortlich bist, dann übernimmst du für dein eigenes Handeln und deine selbst getroffenen Entscheidungen Verantwortung. Das heißt, die daraus folgenden Konsequenzen werden akzeptiert. Es werden keine „Schuldigen“ gesucht. Außerdem bedeutet dies auch, Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.

Verantwortung für sich selbst umfasst dabei folgende Aspekte:

  • Auf die eigene körperliche und mentale Gesundheit zu achten;
  • Ziele und Wünsche zu haben und sie erreichen zu wollen;
  • Eigene Leistungsgrenzen zu erkennen und zu respektieren.

Wenn du es schafft, diese Aspekte ausgewogen im Blick zu haben legt du eine wesentliche Grundlage, um psychisch widerstandsfähig (resilient) zu werden und zu bleiben.

Verantwortung in der Gruppe

Je umfangreicher die Aufgaben werden, desto häufiger ist es notwendig Verantwortlichkeiten für die jeweilige Situation zu klären. Der Leitung fällt dabei die Aufgabe zu, die Verantwortungsübernahme zu begleiten. Und wo es notwendig ist, muss sie Transparenz herstellen. Dabei gilt es zwischen der Person und dem Bereich wofür Verantwortung übernommen wird zu unterscheiden. Es ist sinnvoll, dass du dich mit deinen Roverinnen und Rovern darüber unterhältst, wie viel Verantwortung sie tragen wollen und können. Mit wachsender Freiheit und Selbständigkeit erweitern sich die Bereiche für die Verantwortung übernehmen werden muss und darf. Sie stellen somit das Spiegelbild der persönlichen Verantwortung dar.

Als Leiterin oder Leiter übernimmst du oft die Aufgabe der Moderatorin oder des Moderators. Du versuchst sicherzustellen, dass die Verantwortung weder eine Unter- noch eine Überforderung wird. Deine Aufgabe ist es, bei Überforderung schützend einzugreifen (z.B. Anforderungen aus der Leiterrunde). Dabei sollst du aber nicht den Raum für persönliche Verantwortung einschränken.

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft

Papst Franziskus stellt in der Enzyklika „Laudato Si“ die Verantwortung anderen Menschen und der Umwelt gegenüber in den Mittelpunkt. Sein Ziel ist ein weltweiter Dialog, um Lösungen für die Zukunft des Planeten zu finden. Papst Franziskus formuliert ethische Überlegungen, die sich ausdrücklich auch an andersgläubige oder nicht gläubige Menschen richten.

Für den Umgang mit der Umwelt sind die Folgen für den Menschen maßgeblich. Dass dabei alle Menschen gleichermaßen einbezogen werden, ist eine Frage der Gerechtigkeit. Zum einen müssen die Bedürfnisse aller heute lebenden Menschen berücksichtigt werden, zum anderen die der zukünftigen Generationen. Wer handelt, ist in der Verantwortung, die Folgen seines Handelns dahingehend zu prüfen. Dieser Gedankengang lässt sich auf unseren Umgang miteinander, also auch auf unsere gesellschaftliche Verantwortung übertragen.

Die allermeisten Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zur Umwelt. Im Alltag spiegelt sich jedoch oft nicht in Verhaltensänderungen. Dies hängt mit den individuellen Möglichkeiten zusammen, mit gesellschaftlichen Konventionen und fehlender Eigeninitiative. Ein wichtiger Faktor für notwendige Verhaltensänderungen ist die moralische Wertschätzung durch andere.

Diese Anerkennung für die notwendigen Verhaltensänderungen können Roverinnen und Rover in ihrer Runde und durch dich erfahren. Gruppenstunden und Aktionen bieten eine gute Möglichkeit, das eigene Verhalten zu hinterfragen und Handlungsalternativen auszuprobieren. Konkret kannst du z. B. anregen, dass die Runde sich mit dem Speiseplan beim Lager auseinandersetzt oder ihr überprüft gemeinsam die Möglichkeiten, den eigenen CO2-Fußabdruckes zu kompensieren.

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner

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Die Europawahl – wer, wie, was, warum?

Am 26. Mai ist es wieder soweit: dann finden in der ganzen EU zum gleichen Zeitpunkt Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Dann bist du gefragt! Denn du kannst nur alle fünf Jahre wählen und damit entscheiden, wer die Interessen von Deutschland im Europäischen Parlament vertritt! Das EU-Parlament ist das einzige direkt demokratisch gewählte Organ in der Europäischen Union. Indem ihr „eure“ Abgeordneten ins Parlament wählt, könnt ihr sicherstellen, dass dort auch eure Interessen vertreten werden.

Doch wie sieht das Parlament eigentlich aus?

Momentan sitzen 751 Abgeordnete im EU-Parlament, davon sind 96 aus Deutschland. Die Abgeordneten schließen sich zu Fraktionen mit ähnlich politischer Orientierung zusammen, wie zum Beispiel die Fraktion der Europäischen Volkspartei (evp), die Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) oder die Fraktion der Grünen/Europäische freie Allianz (Grüne/EFA). Momentan gibt es acht Fraktionen, in denen insgesamt 177 nationale Parteien vertreten sind. Außerdem gibt es noch 24 Abgeordnete, die „fraktionslos“ sind, das heißt, dass sie sich keiner Fraktion angeschlossen haben.

Wie funktioniert die Wahl?

Die Europawahl findet vom 23. bis 26. Mai 2019 in allen Mitgliedsstaaten der EU statt. Wir in Deutschland wählen am 26. Mai 2019. Die einzelnen Mitgliedsstaaten dürfen die Wahl nach ihren nationalen Wahlsystemen durchführen. In Deutschland hat deshalb jede Partei, die Abgeordnete ins Europäische Parlament schicken will, eine Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten erstellt. Du hast genau eine Stimme, die du einer Partei und deren Kandidatinnen und Kandidaten geben kannst! Je nachdem wie viele Stimmen diese Partei insgesamt bekommen hat, können anteilig so viel Abgeordnete ins EU-Parlament einziehen. Momentan sind folgende deutsche Parteien durch Mitglieder im EU-Parlament vertreten: CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, CSU, FDP, AfD, Freie Wähler, Piratenpartei, NPD, ÖDP, Die PARTEI Liberal-Konservative Reformer, Die Blaue Partei, Bündnis C. Fünf deutsche Abgeordnete sind unabhängig. Auch wenn du noch keine 18 Jahre alt bist, kannst du bei den U18-Wahlen am 17. Mai 2019 deine Stimme symbolisch abgeben und den Politikerinnen und Politikern somit zeigen, für welche Themen du brennst! Wenn du noch nicht sicher bist, welche Partei du wählen möchtest, dann schau dir doch einmal den Wahl-O-Mat (hier klicken) der Bundeszentrale für Poltische Bildung an. Dort kannst du die Ansichten der Deutschen Parteien mit deinen Vergleichen und herausfinden, welche dir am besten gefällt!

Lasst uns die Welt ein Stückchen besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben und bei den Wahlen zeigen, dass wir für ein offenes und tolerantes Europa stehen und Europa mitgestalten, so dass es so wird, wie wir es uns wünschen!

Text: Eva-Maria Kuntz, Mitglied im Bundesarbeitskreis Internationale Gerechtigkeit und Team der Jahresaktion 2017 „Be a Star“

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Roversein bedeutet, unterwegs zu sein

Sonja Weeger | dpsg

„Unterwegssein [ist] elementarer Bestandteil der Roverzeit“, steht in der neuen Stufenordnung. Das bedeutet den Roverraum zu verlassen, vor die Haustür zu treten und die Welt zu erkunden. Möglichkeiten dazu gibt es viele:

  • etwa auf dem Hajk,
  • mit Roverinnen und Rovern aus der Diözese eine Fahrt unternehmen,
  • in eine fremde Stadt fahren und die Roverinnen und Rover dort besuchen
  • oder auf einem Internationalen Lager andere Pfadfindende zu treffen.

Wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben den besonderen Vorteil, dass wir Teil einer großen Gemeinschaft sind. Wir haben Millionen Gleichgesinnte und Gleichgesinnter auf der ganzen Welt. Das zu erfahren, neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, macht die Reise spannend und zu einem Abenteuer!

Habt ihr schon einmal …
Unterwegs könnt ihr Menschen treffen und Erfahrungen sammeln. Lernt etwas über die Herkunft dieser Personen, ihre Kultur und ihre Religion . Durch den Blick auf das Neue bekommen wir auch einen anderen Blick auf unser Zuhause und uns selbst.
Ihr könnt währenddessen viel ausprobieren, z. B.:

  • bei Mitternacht ins Meer springen,
  • neue Witze lernen,
  • neue Lieder hören und singen,
  • himmlisches und höllisches Essen probieren,
  • träumen,
  • im Stau stehen,
  • Sonnenuntergänge in fremden Städten anschauen,
  • auf einen Berggrat entlangwandern oder
  • warten, weil der Bus einen Motorschaden hat.

Hürden meistern
Die größten Hürden überwinden wir vor der Reise. Viele scheitern an der Planung oder an der fehlenden Motivation. Dann werden die Pläne aufgeschoben. Doch lasst euch davon nicht entmutigen! Wenn ihr es dann geschafft habt, werdet ihr belohnt! Die Abenteuer und gewonnenen Erfahrungen ermutigen sicherlich auch andere.

Austausch
Das alles klingt für euch sehr gut? Doch wie setzt eure Roverrunde das am besten um?
Eine internationale Begegnung könnt ihr am leichtesten bei einer Großveranstaltung erfahren. Dafür eignen sich besonders Roverway oder Rovermoot. Bei diesen Lagern kommen Roverinnen und Rover aus Europa oder der Welt zusammen. Dort erleben sie zusammen Abenteuer. Der Austausch ist so quasi vorprogrammiert. Leider finden diese Veranstaltungen recht selten statt. Das nächste Rovermoot gibt es 2021 in Irland [Website]. Das nächste Roverway ist sogar erst wieder für 2024 geplant.
Zum Glück gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die ihr nutzen könnt. Da wären zum Beispiel nationale Rover-Veranstaltungen wie Lager auf Diözesan- und Landesebene. Ihr könnt auch Kontakt zu einer Rovergruppe in einer anderen Stadt aufnehmen. Bestimmt kennt jemand in eurem Stamm jemanden aus einer anderen Gegend. Oft ergeben sich solche Partnerschaften ungeplant. Auf dem vergangen Jamboree habt ihr Bekanntschaft mit einer netten anderen Roverrunde gemacht oder jemand aus eurem Stamm. Fragt doch einmal nach.
Am besten ist es loszuziehen und spontan und ungeplant andere Menschen kennenzulernen. Wie oft ist es euch schon Folgendes passiert: Im Zug trefft ihr Leute, die eure Kluft sehen und sagen, sie seien auch Pfadfinderin oder Pfadfinder. Oder sie fragen euch, was das für ein Hemd, Tuch sei und wo ihr hinwollt.

Belohnung
Auch wenn der Weg dahin schwer ist, kommt sicher am Ende eine tolle Geschichte heraus. Schaut euch dieses tolle Beispiel einer Roverrunde an, der beim Hajk in Norwegen die Kinnlade praktisch schon beim Laufen im Weg hing [Youtube / Website]. Es gibt natürlich noch viele, viele andere Beispiele von Roverinnen und Rover, die unterwegs waren. Vielleicht folgen die bald in einem neuen Blogeintrag. Aber bis dahin noch dieser Gedanke aus dem Film ‚Weit‘: „Am Anfang stehen die Fantasien, wie es denn sein könnte unterwegs. Am Ende hat man diese Fantasien dann gegen Erfahrungen getauscht.“ [Youtube]

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Ein Stipendium für Pfadfinder?

Besondere Fördermöglichkeiten des Studiums oder der Doktorarbeit

Hast du schon mal daran gedacht, dich bei einem Begabtenförderungswerk zu bewerben? Es wäre schade, wenn nicht. Denn bei vielen Organisationen, die in Deutschland Studierende finanziell oder ideell fördern, zählt als „Begabung“ neben der rein fachlichen Eignung besonders soziales und gesellschaftliches Engagement. Genau das, was wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder machen. Gefragt sind Studierende, die sich für ihre Mitmenschen oder ihre Umwelt engagiert und sich verantwortungsvoll einsetzen.

Dreizehn Anlaufstellen, dreizehn unterschiedliche Konzepte

In Deutschland gibt es verschiedene staatliche, kirchliche, politische oder private Studienförderungswerke. Um die Demokratie zu fördern, vergibt der Staat jährlich Geld an 13 Begabtenförderungswerke. Diese sollen es unter ihren Stipendiaten verteilen. Die Begabtenförderungswerke decken ein breites Spektrum politischer, religiöser oder weltanschaulicher Orientierungen ab, so dass für jeden ein Angebot dabei sein sollte. Die Website www.stipendiumplus.de gibt einen guten Überblick über die 13 Förderwerke, unter www.arbeiterkind.de gibt es Informationen für Erstakademiker, also Studierende, deren Eltern nicht studiert haben und die Internetseite www.stipendienlotse.de informiert über Stipendien und Förderangebote für alle Bildungswege, also für Schule, Ausbildung, Studium und Auslandsaufenthalte.

Nicht nur Geld, sondern auch Kontakte und Kompetenzen

Neben einer regelmäßigen finanziellen Förderung während des Studiums gibt es im Rahmen eines Stipendiums weitere Unterstützung wie die Bezuschussung von Auslandsaufenthalten, Praktika oder Sprachkursen. Darüber hinaus bieten die Begabtenförderungswerke ein abwechslungsreiches Bildungsprogramm an. Dabei schaust du über den eigenen fachlichen Horizont und lernst viele Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen, Hintergründen und Ideen kennen.

Das Cusanuswerk – die Bischöfliche Studienförderung

Besonders interessant für DPSGlerinnen und DPSGler ist als katholisches Begabtenförderungswerk das Cusanuswerk (www.cusanuswerk.de). Das Bewerbungsverfahren ist wie bei allen anderen Werken anspruchsvoll. Wer aber fachlich fit, gesellschaftlich oder kirchlich engagiert ist und Interesse an einer aktiven Auseinandersetzung mit Spiritualität hat, für den stehen die Chancen einer Aufnahme nicht schlecht. Als Pfadfinderin oder Pfadfinder bringst du bereits eine Menge dieser Voraussetzungen mit. Übrigens achtet das Cusanuswerk auf eine gute fachliche Mischung. Deswegen haben alle Studierende, die an Unis, Fachhochschulen, Musikhochschulen oder Kunstakademien studieren und sich ehrenamtlich engagieren, gleiche Chancen.

Mein Weg zum Stipendium

Das Cusanuswerk bietet verschiedene Fördermöglichkeiten für Studienanfänger, für Studierende und für Promovierende an. Die mehrstufigen Auswahlverfahren sind dabei leicht unterschiedlich und bestehen aus einer Vorauswahl auf Grundlage Bewerbungsunterlagen und einer Hauptauswahl auf Grundlage von persönlichen Gesprächen.
Für die aktuellen Auswahlverfahren gelten die folgenden aktuellen Fristen (ohne Gewähr):

  • Studienanfänger (Universität und Fachhochschulen): Anmeldeschluss für das Auswahlverfahren ist der 01.07.2018
  • Studierende (Universitäten und Fachhochschulen): Einsendeschluss für die Selbstbewerbung ist der 24.07.2018, die Unterlagen für die Vorauswahl sind bis zum 07.08.2018 einzureichen.
  • Promovierende: Registrierung bis zum 18.07.2018, Einsendeschluss der Unterlagen ist der 25.07.2018

Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten und Auswahlverfahren des Cusanuswerks, eine Übersicht über alle Fristen und die Möglichkeit zur Bewerbung, bzw. Registrierung findest du unter: www.cusanuswerk.de. Dort findest du auch Kontaktmöglichkeiten zu den jeweils zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern.

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DiscoverEU: Mit einem Ticket durch Europa

Die Europäische Union verlost diesen Sommer 15.000 Interrail Traval-Pässe, auf die sich alle 18-jährigen bewerben können. Das ist deine Chance, um die Vorteile der Reisefreiheit zu nutzen, Europas Vielfalt zu erleben, seinen kulturellen Reichtum zu genießen, neue Freundschaften zu schließen und dich selbst besser kennenzulernen. Du kannst dich als Einzelperson bewerben oder sogar als Mitglied einer Gruppe von maximal fünf Personen. Alle Informationen zur Aktion gibt es auf dem EU Jugendportal: https://europa.eu/youth/discovereu_de

Um einen kleinen Einblick in die Erfahrung „Interraili“ zu bekommen, haben mit Fabian (Stamm Coesfeld) über seine Tour im Sommer 2017 gesprochen.
1. Was hat dich dazu bewogen eine Reise mit dem Interrail-Ticket zu unternehmen?
Ich hatte das mit meiner Freundin überlegt, da es eine günstige Möglichkeit ist, viele Städte zu besichtigen.
2. Wo hat es dich hin verschlagen? War alles von vornherein geplant oder hast du spontan entschieden wann und wie es weitergeht?
Zuerst ging es von Essen nach Paris und von dort nach Bordeaux. Dort haben wir uns spontan mit einem Freund getroffen und sind mit seinem Bulli bis nach Bilbao gefahren. Mit dem Bulli haben wir uns dann noch Mimizan, Biarritz, San Sebastian und Zarautz angesehen, die wir uns sonst mit dem Zug angeguckt hätten. Von Bilbao ging es nach Madrid und dann mach Lissabon unsere Endstation. Die Route und welche Städte wir uns angucken wollten, standen schon vorher fest. Nur wie lange wir wo sein wollten, haben wir immer spontan entschieden.
3. Gab es Herausforderungen bei der Reise?
Da wir uns spontan mit dem Freund getroffen hatten und mit seinem Bulli mitgereist sind, konnten wir nicht genau sagen, wann wir wo sind. Eigentlich wollten wir auch nach Porto und nicht nach Madrid, aber in den Zügen waren alle Sitzplätze schon ausgebucht und wir mussten warten bis wir wieder was reservieren konnten. Deshalb sind wir nach Madrid gefahren und von da nach Lissabon und nicht über Porto.
4. An welche Erlebnisse der Reise erinnerst du dich gerne zurück?
An Lissabon, es ist eine sehr schöne Stadt und es ist einfach sehr cool, abends durch die Stadt zu laufen und in den Bars was zu trinken. Zudem ist San Sebastian einfach eine coole Stadt, wenn einem zu warm ist, kann man einfach mal ins Meer gehen und sich abkühlen.
5. Würdest du eine Interrail-Reise weiterempfehlen?
Wenn man viele Städte besichtigen möchte, ist es auf alle Fälle eine gute Sache. Man sollte die Reise aber vorher planen und vor allem die Zug-Reservierungen vorher buchen, wenn man im Sommer zur Hauptreisezeit fährt.
Also nichts wie los, bewerbt euch: https://europa.eu/youth/discovereu_de

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