Archives: Stufenordnung

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Als Leitung Verantwortung übernehmen

Als Leiterin oder Leiter trägst du selbstverständlich auch Verantwortung in vielfältiger Art und Weise. Die folgenden sechs praktischen Grundsätze sollen dir eine Grundlage für dein Leitungshandeln geben.

1. Beginne bei dir selbst!

Gib mit deinem Führungsstil ein gutes Beispiel ab. Damit motivierst du deine Runde, Verantwortung zu übernehmen. Denke z. B. an die Dinge, die du aufgeschoben hast, in der Hoffnung, dass ein anderer sie erledigt und erledige sie selbst. Ehrliche Führung folgt dem Grundsatz „auf Worte, Taten folgen lassen“. 

2. Zeige Wege auf

Leiterinnen und Leiter führen eine Gruppe! Wenn du deine Roverinnen und Rover fragst, welche Mittel sie benötigen und wie sie ihre Ziele erreichen wollen, kannst du herausfinden, was sie tatsächlich motiviert. Deine Aufgabe als Leitung ist es, die Fertigkeiten und Fähigkeiten deiner Runde zu fördern. Wenn die Roverinnen und Rover sich motiviert fühlen, werden sie auch Verantwortung übernehmen.

3. Fördere große Herausforderungen

Gruppenzusammenhalt hat viel mit Motivation zu tun. Du musst es schaffen, dass deine Runde Herausforderungen sucht und die Roverstufe als Ort versteht, etwas umsetzen zu können. Nur so kannst du die Lust auf Erfolg und auf das Erreichen von Zielen wecken. Habe dabei immer auch jede und jeden einzelnen aus der Roverrunde im Blick und fördere die individuellen Begabungen und Fertigkeiten.

4. Helfe klare Ziele zu definieren

Als Leiterin und Leiter gibst du die Ziele für die Runde nicht vor, sondern du hilfst deiner Gruppe dabei, für sich selbst zu erarbeiten was sie gemeinsam mittel- und langfristig erreichen möchten. Achte dabei darauf, dass die Entscheidungen mit allen getroffen und möglichst alle Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Ziele müssen anspruchsvoll, realistisch und erreichbar sein, sonst werden sie der Runde die Motivation nehmen.

5. Fordere Verantwortungsgefühl ein

Um die Runde dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen, musst du die einzelnen Aufgaben eines Projektes deiner Runde kennen. Habe im Blick wann einzelne Arbeitsschritte abgeschlossen sein sollen, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird, wie die Umsetzung erfolgt, etc.

Helfe deiner Gruppe Transparenz bei einem Projekt herzustellen und stelle sicher, dass alle zu Wort kommen und der Beitrag zum Projekterfolg von jeder Roverin und jedem Rover transparent wird. Das steigert die Eigenverantwortlichkeit der Gruppe und wird dadurch langfristig die Motivation steigern.

6. Gebe ausreichend Feedback

Als Leiterin oder Leiter musst du bereit sein, der Runde zu verschiedenen Zeitpunkte Feedback zu geben. Eine Rückmeldung, egal ob sie positiv oder kritisch ist, baut vertrauen auf und motiviert Roverinnen und Rover nachhaltig. Versuche dabei immer Vertrauen in das Können deiner Gruppe zu signalisieren. Beschreibe deine Beobachtungen dabei möglichst konkret und wertschätzend. 

Niemand kann zeitlebens ein Vorbild sein. Gerade mal zu bestimmten Zeiten und vielleicht auch nur angesichts bestimmter Herausforderungen sei man dazu in der Lage.

Helmut Schmidt

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner, Foto: Ralf Adloff

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Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung

Die Sache mit der Verantwortung ist nicht so einfach! Manchmal hast du sie und willst sie nicht, manchmal willst du sie, bekommst sie aber nicht. Verantwortung hat deshalb auch eine ganze Menge mit Motivation zu tun.

Mit der Neufassung der Stufenschwerpunkte sollte dem wichtigen Thema „Verantwortung“ ein bedeutender Platz eingeräumt werden. Auch wenn der Rover Stufenkonferenz bewusst war, dass das Thema nicht ganz einfach ist. Doch man kam zu der Überzeugung, dass Roverinnen und Rover in der Roverzeit die Möglichkeit haben sollten, die Freiheit der Entscheidungen zu lernen und zu leben.

Verantwortung in der Roverrunde

Während der Roverzeit verändert sich viel. Jugendliche bekommen mehr Freiraum, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Gleichzeitig wachsen aber auch die Erwartungen, die an Roverinnen und Rover gestellt werden. Verantwortung zu tragen ist die Verpflichtung, bestimmte Aufgaben zu übernehmen und sich dafür einzusetzen, dass sie bestmöglich umgesetzt werden.

Die Fähigkeit zur Verantwortung ist in jedem Menschen angelegt. Die Entwicklung dieses Potenzials ist jedoch abhängig von den Erfahrungen, die du in deiner kulturellen und sozialen Umwelt machst. Verantwortung ist lernbar und auf Lernen angewiesen.

Die wichtigsten Bereiche, in denen Roverrunden Verantwortung übernehmen sollen, sind:

„Eigenverantwortung“,
„Verantwortung in der Gruppe“ und
„Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft“.

Eigenverantwortung

Wenn du eigenverantwortlich bist, dann übernimmst du für dein eigenes Handeln und deine selbst getroffenen Entscheidungen Verantwortung. Das heißt, die daraus folgenden Konsequenzen werden akzeptiert. Es werden keine „Schuldigen“ gesucht. Außerdem bedeutet dies auch, Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.

Verantwortung für sich selbst umfasst dabei folgende Aspekte:

  • Auf die eigene körperliche und mentale Gesundheit zu achten;
  • Ziele und Wünsche zu haben und sie erreichen zu wollen;
  • Eigene Leistungsgrenzen zu erkennen und zu respektieren.

Wenn du es schafft, diese Aspekte ausgewogen im Blick zu haben legt du eine wesentliche Grundlage, um psychisch widerstandsfähig (resilient) zu werden und zu bleiben.

Verantwortung in der Gruppe

Je umfangreicher die Aufgaben werden, desto häufiger ist es notwendig Verantwortlichkeiten für die jeweilige Situation zu klären. Der Leitung fällt dabei die Aufgabe zu, die Verantwortungsübernahme zu begleiten. Und wo es notwendig ist, muss sie Transparenz herstellen. Dabei gilt es zwischen der Person und dem Bereich wofür Verantwortung übernommen wird zu unterscheiden. Es ist sinnvoll, dass du dich mit deinen Roverinnen und Rovern darüber unterhältst, wie viel Verantwortung sie tragen wollen und können. Mit wachsender Freiheit und Selbständigkeit erweitern sich die Bereiche für die Verantwortung übernehmen werden muss und darf. Sie stellen somit das Spiegelbild der persönlichen Verantwortung dar.

Als Leiterin oder Leiter übernimmst du oft die Aufgabe der Moderatorin oder des Moderators. Du versuchst sicherzustellen, dass die Verantwortung weder eine Unter- noch eine Überforderung wird. Deine Aufgabe ist es, bei Überforderung schützend einzugreifen (z.B. Anforderungen aus der Leiterrunde). Dabei sollst du aber nicht den Raum für persönliche Verantwortung einschränken.

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft

Papst Franziskus stellt in der Enzyklika „Laudato Si“ die Verantwortung anderen Menschen und der Umwelt gegenüber in den Mittelpunkt. Sein Ziel ist ein weltweiter Dialog, um Lösungen für die Zukunft des Planeten zu finden. Papst Franziskus formuliert ethische Überlegungen, die sich ausdrücklich auch an andersgläubige oder nicht gläubige Menschen richten.

Für den Umgang mit der Umwelt sind die Folgen für den Menschen maßgeblich. Dass dabei alle Menschen gleichermaßen einbezogen werden, ist eine Frage der Gerechtigkeit. Zum einen müssen die Bedürfnisse aller heute lebenden Menschen berücksichtigt werden, zum anderen die der zukünftigen Generationen. Wer handelt, ist in der Verantwortung, die Folgen seines Handelns dahingehend zu prüfen. Dieser Gedankengang lässt sich auf unseren Umgang miteinander, also auch auf unsere gesellschaftliche Verantwortung übertragen.

Die allermeisten Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zur Umwelt. Im Alltag spiegelt sich jedoch oft nicht in Verhaltensänderungen. Dies hängt mit den individuellen Möglichkeiten zusammen, mit gesellschaftlichen Konventionen und fehlender Eigeninitiative. Ein wichtiger Faktor für notwendige Verhaltensänderungen ist die moralische Wertschätzung durch andere.

Diese Anerkennung für die notwendigen Verhaltensänderungen können Roverinnen und Rover in ihrer Runde und durch dich erfahren. Gruppenstunden und Aktionen bieten eine gute Möglichkeit, das eigene Verhalten zu hinterfragen und Handlungsalternativen auszuprobieren. Konkret kannst du z. B. anregen, dass die Runde sich mit dem Speiseplan beim Lager auseinandersetzt oder ihr überprüft gemeinsam die Möglichkeiten, den eigenen CO2-Fußabdruckes zu kompensieren.

Text für die Roverstufe: Christoph Rechsteiner

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Roversein motiviert

Roversein motiviert

Wer diesen Absatz in der Ordnung liest, dem fällt sicherlich ein Unterschied zu den anderen Schwerpunkten ins Auge. Der Absatz beginnt mit zwei Zitaten und fällt damit aus der Reihe.

  1. Man bereut nicht die Dinge, die man getan hat, sondern immer, was man nicht getan hat. (Marc Aurel)
  2. If you can dream it, you can do it! (Tom Fitzgerald)

Die beiden Sprichwörter beschreiben perfekt, was wir hier vermitteln wollen. Außerdem spiegeln sie wider, was ich oft selbst in meinem Pfadfinderleben, insbesondere in der Roverstufe, erlebt habe.

Probiert Dinge aus und versucht eure Ideen zu verwirklichen! Auch wenn es Leute in eurem Umfeld gibt, die euch nicht unbedingt Mut zusprechen!

Damit meine ich sicherlich nicht,
dass ihr euch nicht an Regeln und Gesetze zu halten braucht,
ihr euch leichtsinnig in Gefahr begeben sollt oder
ihr die Regeln der Physik außer Kraft setzten könntet.

Aber wenn ihr mit der Runde oder auch alleine ein Ziel erreichen wollt und bereit seid dieses entschlossen zu verfolgen, könnt ihr vieles erreichen! Und wenn die Umsetzung doch einmal scheitert, lässt sich aus Fehlern immer noch lernen. Für mich persönlich hat in solchen Fällen immer die gemachte Erfahrung schwerer gewogen, als die Enttäuschung, es nicht geschafft zu haben.

Aber auch darüber hinaus ergeben sich in der Roverstufe neue Möglichkeiten:
Es gibt eine Vielzahl internationaler Pfadfinderveranstaltungen für Roverinnen und Rover: Jamboree, Roverway, Moot. Und wenn ihr eine Ausbildung macht oder in den Ferien arbeitet, könnt ihr euch ein solches Event sogar selbst finanzieren, ohne von euren Eltern abhängig zu sein.

Mich hat die Teilnahme an internationalen Pfadfinderveranstaltungen immer unheimlich begeistert.Dort konnte ich erfahren, dass ich Teil einer großen Bewegung bin, in der wir gemeinsame Werte teilen und uns zusammen dafür einsetzen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Daraus haben sich viele Kontakte auf der ganzen Welt und einige gute Freundschaften ergeben. Das motiviert mich bis heute, mich für die Pfadfinderei zu engagieren und anderen jungen Menschen ähnliche Erfahrungen zu ermöglichen, wie ich sie machen durfte.

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Das war die Rover-BuKo 2019

Gruppenbild aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Helferinnen und Helfer der Rover-BuKo 2019.

Am vergangenen Wochenende hat im Jugendhaus Maria Einsiedel in Gernsheim, DV Mainz, die Bundeskonferenz 2019 der Roverstufe getagt. Aus ganz Deutschland sind über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angereist, um gemeinsam auf das letzte Rover-Jahr zurückzublicken und über aktuelle Themen zu beraten.

Neues zum Roverbundesunternehmen

Es haben der Bundesarbeitskreis (BAK), die Arbeitsgruppe zum Roverbundesunternehmen (RBU), die Rover-Delegierten zur Bundesversammlung und der Bundesvorstand von ihrer Arbeit berichtet. In zwei Studienteilen ging es zum einen um neue Ausbildungsangebote für Leiterinnen und Leiter in der Roverstufe sowie zum anderen um das RBU. Dabei wurde unter anderem die neue Projekthomepage (www.bundesunternehmen.rover.de) gelauncht und nach einer intensiven Debatte entschieden, dass es dezentrale Cafés und Kneipen, aber eine zentrale Verpflegung auf dem RBU geben soll.

Ausblick auf das neue Rover-Jahr

Im Rahmen der Konferenz gab es dann noch einen Austausch zum neuen WBK-Konzept. Außerdem wurden die Delegierten und Ersatzdelegierten für die nächste Bundesversammlung gewählt. Beschlossen wurden die Arbeitsschwerpunkte des Bundesarbeitskreises für das nächste Jahr:
 – Ausbildung,
– Leitungshandbuch,
– PiW und RBU.
Zusätzlich konnten die nächsten Rover-WBKs vergeben werden. Die Rover-BuKo 2021 wird vom Diözesanverband Hildesheim ausgerichtet werden.

Das gab es auch noch

Besonders freut es uns, dass im Rahmen der Konferenz Johannes Muselmann in den Rover-BAK berufen wurde.

Der Rover-Diözesanarbeitskreis aus Mainz hat für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt. Am Samstagabend hat die Band BADSEN den Konferenzteilnehmern ordentlich eingeheizt.

Wir schauen auf eine durch und durch gelungene Rover-BuKo zurück und bedanken uns ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Beitrag zum vollen Erfolg des letzten Wochenendes.

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Roverinnen und Rover haben Leiterinnen und Leiter

Die Frage, ob Jugendliche ab 15 oder 16 Jahren noch Leiterinnen und Leiter brauchen, hat schon viele Menschen in der DPSG beschäftigt und auch viele Gemüter erhitzt. Es gibt genug Jugendverbände, in denen man schon ab 14 Leiterin oder Leiter werden kann. Und wirklich ausreichend Leiterinnen und Leiter gibt es in wenigen Stämmen. Dazu kommt, dass Roverinnen und Rover oft auch gern Verantwortung übernehmen, und z. B. im Lager in anderen Gruppen aushelfen. Warum also den Aufwand betreiben, einer Roverrunde eine eigene Leiterin oder einen eigenen Leiter zur Verfügung zu stellen, die bzw. der dann womöglich anderswo fehlt? 

Zwischen Vorbild, Sicherheit und Motivation

Meine Erfahrung, aus dem Kontakt mit den unterschiedlichsten Roverrunden, hat mir gezeigt: eine fähige Roverleiterin oder ein ebensolcher Roverleiter sind ein Segen für eine Roverrunde. 
Die Roverinnen und Rover haben mit ihr oder ihm eine selbst gewählte Bezugsperson in einem aufregenden Lebensabschnitt. Roverleiterinnen und -leiter sind mit ihrem Mehr an Lebenserfahrung Vorbild – abseits von anderen Erwachsenen, wie Eltern oder Lehrerinnen und Lehrern. Roverleiterinnen und -leiter geben ihrer Runde Sicherheit bei dem, was die Runde selbstbestimmt machen möchte. Roverleiterinnen und -leiter vermitteln auch nach außen (z. B. den Eltern gegenüber) Sicherheit und ermöglichen so Unternehmungen, die ohne erwachsene Begleitung vielleicht nicht möglich wären. Roverleiterinnen und -leiter behalten aber auch die Nerven und lassen eine Runde machen, auch wenn ein Misserfolg droht. 
Die Liste der Eigenschaften von Roverleiterinnen und -leitern ließe sich noch endlos fortsetzen. Ich habe viele weitere Beispiele vor Augen, in denen eine Leiterin oder ein Leiter einer Roverrunde einen Dienst erwiesen hat. Den Dienst, zu einer gelungenen Roverzeit beizutragen. Zu einer Zeit im Pfadfinderleben, die entscheidend über die Motivation mitbestimmt, ob Roverinnen und Rover der Pfadfinderei treu bleiben und vielleicht selbst einmal Leiterinnen oder Leiter werden.

Eine Investition in die Zukunft

Roverrunden eine Leiterin oder einen Leiter wählen zu lassen, ist also nichts anderes, als eine Investition in die Zukunft des eigenen Stammes. Wie andere kluge Investitionen mag das an anderer Stelle wehtun es macht sich aber später bezahlt. Leiterinnen und Leiter in der DPSG unterscheiden sich u. a. dadurch von anderen Jugendverbänden, dass sie als Jugendliche genügend Zeit für eigene Erfahrungen in der Gruppe haben. Die dabei erlernten Fähigkeiten und die gewonnen Erkenntnisse sind ein Schatz, von dem sie ihr ganzes Leben lang (innerhalb und außerhalb der DPSG) zehren.

Text: Conny Werbick, Bundesreferentin der Roverstufe von 2013 bis 2017

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Roverinnen und Rover pflegen ihren eigenen Stil und ihre eigene Kultur

Foto: Paderbjörn

Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du an die Roverstufe denkst? An ein unvergessliches Sommerlager oder einen herausfordernden Haik? An die letzte Roverparty? Das Zusammensein mit der Roverrunde? Oder doch einfach nur an die Farbe Rot?

Viele Dinge sind für uns einfach untrennbar mit der Roverstufe und der Roverzeit verbunden. Es sind Zeichen und Symbole wie unsere Stufenfarbe, der Roverschriftzug oder das Logo einer einzelnen Roverrunde. Genauso sind es auch verschiedene Rituale und Traditionen, die von Stamm zu Stamm und von Roverrunde zu Roverrunde unterschiedlich sein können. All diese Dinge bezeichnen wir häufig als Stil und Kultur. Um etwas anschaulicher zu werden, was sich alles dahinter verbergen kann, gebe ich im Folgenden ein paar Beispiele.

Sichtbarkeit

Inmeinem Heimatstamm (Stamm Coesfeld, DV Münster) gibt es die Tradition, dass sich jede Roverrunde einen Namen gibt. Sie entwerfen außerdem ein Logo oder Abzeichen und damit werden Pullover, T-Shirt und Co. bedruckt (natürlich in Rot). Und dann durfte auch noch eine Wand im Gruppenraum gestaltet und bemalt werden.

Neben diesen (und ähnlichen) Zeichen und Symbolen gibt es auch viele verschiedene Traditionen und Rituale. Sie machen die Roverstufe aus. Sicherlich sind sie auch für manche Klischees und Vorurteile der roten Stufe verantwortlich. Wer war als Roverin oder Rover nicht auf einer wilden Roverparty, sei es im Stamm, Bezirk oder Diözesanverband? Und wer einmal an einem Roverbundesunternehmen (rbu) oder an einem internationalen Roverevent teilgenommen hat weiß: Wir können feiern! Egal, ob wild oder elegant, hauptsache stilecht und in Rot. Doch wir übernehmen auch Aufgaben und Verantwortung (bald hier im Blog zu lesen).

Und bei dir?

Und, wie ist es bei dir? Wie ist es in deiner Roverrunde, in deinem Stamm oder deinem Bezirk? Welche Rituale haben bei euch die Roverinnen und Rover? Gibt es ein festes Ritual beim Stufenwechsel, mit dem die neuen Mitglieder in der Runde aufgenommen und ausscheidende Mitglieder aus der Roverrunde verabschiedet werden? Oder gibt es Rituale und Traditionen rund um bestimmte Veranstaltungen, wie dem Stammeslager, dem Friedenslicht, der Stammesversammlung o. ä.? Etwas das nur die Roverinnen und Rover dürfen? Schreibt uns dazu gerne eine Nachricht oder einen Kommentar.

Dieser eigene Stil und die eigene Kultur schaffen dabei ein starkes Zugehörigkeitsgefühl, egal, ob zur eigenen Roverrunde oder ganz allgemein zur Roverstufe. Dabei werden nicht nur einfach Traditionen der vorherigen Roverinnen und Rover übernommen. Jede Runde, jede einzelne Roverin und jeder einzelne Rover trägt zur Pflege, aber auch zur Weiterentwicklung von Ritualen, Traditionen und Symbolen bei.

Unser eigener Stil!

Wir schaffen und leben unseren eigenen Stil und unsere eigene Kultur. Das schafft und stärkt das Gefühl von Eigenständigkeit, von Einzigartigkeit und von Gemeinschaft. Und nicht immer sind unser Stil und unsere Kultur für Außenstehende verständlich und nachvollziehbar.

Denn: Roverinnen und Rover denken Dinge anders.

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Roverinnen und Rover probieren sich aus

Unsere neue Ordnung – was heißt das eigentlich?

Eure Roverrunde ist das #roverschutzgebiet. An diesem Ort könnt ihr die tollsten Aktionen auf die Beine stellen. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Probiert neue Dinge aus, die ihr euch nur gemeinsam zutraut. 

Eure Leiterinnen und Leiter sind für euch da und wenn ihr auf die Nase fallt – auch nicht schlimm… denn Rover scheitern schöner!

Wie wäre es denn zum Beispiel damit, bei einem Winterlager im Schnee in einer Jurte zu schlafen? Oder im Sommer früh aufzustehen und eine Sonnenaufgangswanderung zu einem Berggipfel zu starten? Wir sind sicher, euch fällt etwas Wunderbares ein!
Seid gern gespannt: Es ist ein ganz besonderes Roverschutzgebiet in Planung!

#roverschutzgebiet

#machenistwiewollennurkrasser

#roverscheiternschöner

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Roversein bedeutet, unterwegs zu sein

Sonja Weeger | dpsg

„Unterwegssein [ist] elementarer Bestandteil der Roverzeit“, steht in der neuen Stufenordnung. Das bedeutet den Roverraum zu verlassen, vor die Haustür zu treten und die Welt zu erkunden. Möglichkeiten dazu gibt es viele:

  • etwa auf dem Hajk,
  • mit Roverinnen und Rovern aus der Diözese eine Fahrt unternehmen,
  • in eine fremde Stadt fahren und die Roverinnen und Rover dort besuchen
  • oder auf einem Internationalen Lager andere Pfadfindende zu treffen.

Wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben den besonderen Vorteil, dass wir Teil einer großen Gemeinschaft sind. Wir haben Millionen Gleichgesinnte und Gleichgesinnter auf der ganzen Welt. Das zu erfahren, neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, macht die Reise spannend und zu einem Abenteuer!

Habt ihr schon einmal …
Unterwegs könnt ihr Menschen treffen und Erfahrungen sammeln. Lernt etwas über die Herkunft dieser Personen, ihre Kultur und ihre Religion . Durch den Blick in auf das Neue bekommen wir auch einen anderen Blick auf unser Zuhause und uns selbst.
Ihr könnt währenddessen viel ausprobieren, z. B.:

  • bei Mitternacht ins Meer springen,
  • neue Witze lernen,
  • neue Lieder hören und singen,
  • himmlisches und höllisches Essen probieren,
  • träumen,
  • im Stau stehen,
  • Sonnenuntergänge in fremden Städten anschauen,
  • auf einen Berggrat entlangwandern oder
  • warten, weil der Bus einen Motorschaden hat.

Hürden meistern
Die größten Hürden überwinden wir vor der Reise. Viele scheitern an der Planung oder an der fehlenden Motivation. Dann werden die Pläne aufgeschoben. Doch lasst euch davon nicht entmutigen! Wenn ihr es dann einmal geschafft habt, werdet ihr belohnt! Die Abenteuer und gewonnenen Erfahrungen ermutigen sicherlich auch andere.

Austausch
Das alles klingt für euch sehr gut? Doch wie setzt eure Roverrunde das am besten um?
Eine internationale Begegnung könnt ihr am leichtesten bei einer Großveranstaltung erfahren. Dafür eignen sich besonders Roverway oder Rovermoot. Bei diesen Lagern kommen Roverinnen und Rover aus Europa oder der Welt zusammen. Dort erleben sie zusammen Abenteuer. Der Austausch ist so quasi vorprogrammiert. Leider finden diese Veranstaltungen recht selten statt. Das nächste Rovermoot gibt es 2021 in Irland [Website]. Das nächste Roverway ist sogar erst wieder für 2024 geplant.
Zum Glück gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die ihr nutzen könnt. Da wären zum Beispiel nationale Rover-Veranstaltungen wie Lager auf Diözesan- und Landesebene. Ihr könnt auch Kontakt zu einer Rovergruppe in einer anderen Stadt aufnehmen. Bestimmt kennt jemand in eurem Stamm, jemanden aus einer anderen Gegend. Oft ergeben sich solche Partnerschaften ungeplant. Auf dem vergangen Jamboree habt ihr Bekanntschaft mit einer netten anderen Roverrunde gemacht oder jemand aus eurem Stamm. Fragt doch einmal nach.
Am besten ist es loszuziehen und spontan und ungeplant andere Menschen kennenzulernen. Wie oft ist es euch schon Folgendes passiert: Im Zug trefft ihr Leute, die eure Kluft sehen und sagen, sie seien auch Pfadfinderin oder Pfadfinder. Oder sie fragen euch, was das für ein Hemd, Tuch sei und wo ihr hinwollt.

Belohnung
Auch wenn der Weg dahin schwer ist, kommt sicher am Ende eine tolle Geschichte heraus. Schaut euch diese tolle Beispiel der Roverrunde an, der beim Hajk in Norwegen die Kinnlade praktisch schon beim Laufen im Weg hing [Youtube / Website]. Es gibt natürlich noch viele, viele andere Beispiele von Roverinnen und Rover, die unterwegs waren. Vielleicht folgen die bald in einem neuen Blogeintrag. Aber bis dahin noch dieser Gedanke aus dem Film ‚Weit‘: „Am Anfang stehen die Fantasien, wie es denn sein könnte unterwegs. Am Ende hat man diese Fantasien dann gegen Erfahrungen getauscht.“ [Youtube]

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Wir stellen die Ordnungsschwerpunkte vor

Seit dem Frühjahr 2018 haben alle Stufen in der DPSG eine neue Ordnung. Für die Roverstufe haben wir dabei auch gemeinsam sechs neue Schwerpunkte entwickelt:

Was sich hinter diesen Schwerpunkten verbirgt könnt ihr nicht nur in der neuen Rover-Stufenordnung nachlesen.
In jeweils einem Blogeintrag wollen wir die Schwerpunkte genauer vorstellen.

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